17. September 2021
Matthias Matussek

Zehn Tage vor der Bundestagswahl setzt das ZDF zur Motivationsstunde für die Wähler der Grünen an. Besser: Für die Wahl der Grünen

In diesen Tagen hat der Bundeswahlleiter Briefe an die Wahlhelfer, Quatsch, die Wahlhelfenden (aller möglichen und unmöglichen Geschlechter) verschickt mit der frohen Botschaft, dass sie eventuell für die Vorzugsbehandlung einer Corona-Impfung in Betracht kämen.

Dass hier nun von «Wahlhelfenden» die Rede ist, liegt nicht unbedingt am Gebot einer geschlechtsneutralen Anrede. Sie ist einfach richtiger, weil sie auch Institutionen wie die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten miteinschliessen.

Diese beeilen sich – sicher ist sicher – auf diesen letzten Metern zur Bundestagswahl noch einmal vor Augen zu führen, was passieren könnte, sollten wir das Kreuz an verbotener Stelle, nämlich der AfD, setzen – wie die aktuelle Serie im ZDF mit dem Titel «Deutscher» zeigt, die drastisch und himmelschreiend Antifa-konform erzählt, was passiert, wenn «plötzlich eine rechtspopulistische Partei die Regierung in Deutschland übernehmen würde».

Als hätten Saskia Esken (SPD) und Janine Wissler (Linke) bereits jetzt eine volkspädagogische Produktion einer künftigen rot-grün-linken Regierung in Auftrag gegeben. 

Dass die Wahlstände der AfD in diesem gesteuerten und gleichgeschalteten Überzeugungseifer derzeit regelmässig zu Kleinholz verarbeitet werden, gilt als, nun, demokratisches Kavaliersdelikt.

Es geht bei den Öffentlich-rechtlichen aber auch durchaus positiv: Zehn Tage vor der Wahl setzte das ZDF die Wahlhilfe fort mit «Eure Wut, Euer Mut», eine Motivationsstunde für Wähler der Grünen, besser: für die Wahl der Grünen.

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