26. November 2021
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Reinhard Mohr

Wunderbares Deutschland: Warum das Positive das Negative überstrahlt

Es tönt ein Ruf wie Donnerhall: «Germany, Germany!», rufen Migranten an den Aussengrenzen der EU, so wie gerade an der polnisch-belarussischen Grenze.

Polen gilt nur als Transitstrecke ins gelobte Land. Erst in der Bundesrepublik scheint das Zauberwort «Asyl» seine erwünschte Wirkung zu entfalten.

Hier soll der Traum vom besseren Leben Wirklichkeit werden.

Die neue «Ampel»-Regierung will ihn noch befeuern – mit Einbürgerung ab drei Jahren Aufenthalt, mehr Familiennachzug und Arbeitserlaubnis auch für jene, die illegal kamen. Fachleute nennen das die klassischen «Pull-Faktoren».

Deutschland soll «noch attraktiver» werden für Migranten aus aller Welt.

Attraktiv?

Corona ohne Ende, Wohnungsnot, Inflation, Verwaltungschaos, notorisch schlechte Laune, dazu Sexismus, Rassismus und Islamophobie – die traditionelle Litanei des deutschen Selbsthasses – sollten eher abschreckend wirken.

Und das Wetter erst: Im Winter dunkel, kalt und nass, im Sommer heiss und trocken.

Und jeden Tag Karl Lauterbach.

Was will man hier? Die Wahrheit ist ganz einfach: Soviel Freiheit und Wohlstand gibt es kaum woanders in der Welt.

Aber vielleicht ist das ja der deutsche Trick: Selbstverleugnung als Abschottungsstrategie.

Das Problem: Sie funktioniert nicht. Die «Germany»-Fans lassen sich nicht täuschen.

Dank der «Ampel» werden es noch mehr werden.

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2 Kommentare zu “Wunderbares Deutschland: Warum das Positive das Negative überstrahlt”

  • AntonHofnarr sagt:

    Es werden mehr werden ... bedauerlicherweise ... zum Schaden des Landes und der Rentner, deren ursprünglich geplante Rentenerhöhungen durch die Ampel eingebremst werden sollen. Heißt nichts anderes, als daß die Rentner den Invasorenstrom finanzieren. Für mich unbegreiflich: Rentner haben in der Vergangenheit für das System was geleistet, die Eindringlinge nicht. Sie kommen nur zum Schmarotzen. Das ist rot-grüne Gerechtigkeit. Gute Nacht, BRD.

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