22. November 2021
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Matthias Rüb

Ist die natürliche Immunisierung nachhaltiger als der Impfstoff? Vielleicht sind Corona-Partys vernünftiger, als man glaubt

Noch gibt es nirgendwo in Europa eine Impfpflicht gegen das Coronavirus. Österreich wird sie als erstes Land des Kontinents Anfang Februar einführen.

Aber die Massnahmen werden fast überall verschärft, weil die vierte Welle «gebrochen» werden müsse, wie es heisst.

Zuletzt hat sich der pandemische Wanderzorn von Politik, willfährigen Medien und Amtsmedizin auf einen neuen Sündenbock für die jüngste Welle eingeschossen: Auf Jugendliche, die sich auf Corona-Partys bewusst zu infizieren suchen, um bald darauf als Genesene ihre Freiheit zurückzubekommen.

Aber so lange die Impfung eine Wahl ist und keine Pflicht, tun die jungen Leute auf ihren Corona-Partys nichts Unstatthaftes oder Unrechtes. Sie schätzen das Risiko einer schweren Covid-Erkrankung geringer ein als jenes von gefährlichen Nebenwirkungen eines neuartigen Impfstoffes.

Das ist eine rationale Abwägung, die sie anstellen dürfen. Zudem hoffen sie, dass ihre natürliche Immunisierung nachhaltiger sein möge als jene durch ein Vakzin.

Die linke italienische Tageszeitung La Repubblica geisselt die vor allem aus Südtirol gemeldeten Corona-Partys als «l‘ultima follia».

In der gleichen Ausgabe vermeldet das Blatt die vom Obersten Gesundheitsinstitut übermittelte Statistik, wonach von Oktober bis November 45,3 Prozent der im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion Verstorbenen nicht geimpft waren.

Mithin entfielen deutlich mehr als die Hälfte der Todesfälle auf Covid-Patienten mit vorgeblichem Schutz durch die Impfung.

Ist nicht eigentlich das der «letzte Wahnsinn» in der Pandemiepolitik?

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2 Kommentare zu “Ist die natürliche Immunisierung nachhaltiger als der Impfstoff? Vielleicht sind Corona-Partys vernünftiger, als man glaubt”

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