07. September 2021
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Anabel Schunke

Wen Deutschland aus Afghanistan zurückholt: Vergewaltiger und Dealer, die wir nicht werden abschieben können

Nach der Evakuierung von 5 000 Menschen aus Afghanistan macht sich das Gefühl eines 2015-Revivals breit.

Denn unter den Evakuierten sind gerade einmal 168 Ortskräfte und 469 deutsche Staatsbürger. 257 Menschen konnten komplett ohne Ausweispapiere nach Deutschland einreisen. In den Fliegern befanden sich mehr Menschen mit ungeklärter Identität als Ortskräfte.

Die Bild-Zeitung berichtete zudem, dass man in Regierungskreisen von einer «niedrigen dreistelligen Zahl von Straftätern» ausgehe.

Zwanzig «sicherheitsrelevante Personen» sind identifiziert. Darunter Vergewaltiger wie Omed F. und der Drogendealer Khawa Obaidullah A., der obendrein noch wegen Körperverletzung und Hausfriedensbruch verurteilt wurde.

Beide wurden erst im Februar 2021 von Deutschland nach Afghanistan abgeschoben. Für beide gilt ein Einreiseverbot bis 2024. Nun laufen beide wieder als freie Männer durch die Bundesrepublik.

Sie können – genau wie der Afghane, der bereits 2016 nach Deutschland kam und am Wochenende einer Landschaftsgärtnerin mehrmals in den Hals stach, weil sie als Frau arbeitete – nicht wieder abgeschoben werden.

Man darf also gespannt sein auf die nächsten 70 000 Ortskräfte, die Aussenminister Heiko Maas nach Deutschland holen möchte.

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3 Kommentare zu “Wen Deutschland aus Afghanistan zurückholt: Vergewaltiger und Dealer, die wir nicht werden abschieben können”

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