19. November 2021
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Anabel Schunke

Welche Zuwanderer ich mir für Deutschland wünsche

Wenn wir in Deutschland kritisch über die Zuwanderung sprechen, geht es oft darum, welche Art von Zuwanderung wir nicht gebrauchen können und seltener um die Frage, welche Zuwanderung wir uns eigentlich wünschen würden, wenn wir die Wahl hätten.

Womit sich die meisten und auch ich mich anfreunden könnte, ist, dass Mitrangen die Bereitschaft zur Integration zeigen sollten.

Aber was macht Integration aus?

Wenn es nach Politikern und Medien geht, gilt als integriert, wer einen Job hat und der deutschen Sprache einigermassen mächtig ist.

Begriffe wie Leitkultur fallen hingegen selten. Das ist bedauerlich, weil es doch genau darauf ankommt.

Wir haben vergessen, wie wichtig eine gemeinsame Identität, Kultur und Werte für die Stabilität einer Gesellschaft sind. Dass es eben doch am Ende zählt, dass man einander ähnelt, um Vertrauen und Solidarität füreinander zu empfinden.

Und dass es umgekehrt dort daran mangelt, wo sich keine Gemeinsamkeiten finden lassen.

Wenn man mich also fragen, würde, welche Zuwanderer ich mir für Deutschland wünschen würde, dann würde die Antwort lauten: Jemand, der mir ähnlich und nicht so dermassen fremd ist.

Jemand, der dieses Land und seine Werte liebt und nicht nur seinen Wohlstand.

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5 Kommentare zu “Welche Zuwanderer ich mir für Deutschland wünsche”

  • onckel fritz sagt:

    Müsste die Frage nicht lauten, welche Politiker ich mir wünsche? Die mich nicht zwingen via Sozialstaat jeden Dahergelaufenen mit zu ernähren, die mir nicht erzählen, ich müsste meine Lebensweise ändern, um die Vertreter anderer Kulturen nicht zu beleidigen oder zu Straftaten gegen Eigentum, Gesundheit, sexuelle Selbstbestimmung und Leben zu reizen. Wenn ein gut integrierter türkischer Ladenbesitzer sich beschwert, dass die deutsche Regierung „zu viele Ausländer reinlasse“, ist die Entwicklung weit genug gediehen.

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  • Fischkopp sagt:

    Ich möchte eine deutliche Bevorzugung von Einwanderern aus christlichen und säkularen Ländern und möglichst garkeine islamische Migration. Meine Frau kommt aus Georgien, sie hat bereits Deutsche Literatur geliebt, bevor sie hierher kam, sie schätzt Deutschland sehr („ein großes, ordentliches Haus“). Viele ihrer georgischen Freunde haben deutsche Partner. Mit Muslimen habe ich leider durchweg gegenteilige Erfahrungen gemacht. Die aktuelle „Migrationspolitik“ ist die Selbstzerstörung des Westens.

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  • Stefano430 sagt:

    Mit dem Wünschen ist das so eine Sache, der eine wünscht sich dies der andere wünscht sich das.
    Was für Immigranten sich unsere Kanzlerin für Deutschland gewünscht hat haben wir ja bekommen.

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  • AntonHofnarr sagt:

    Es sollte grundsätzlich festgestellt werden: wie viele Einwohner verträgt das Land und zwar so, daß für jeden einzelnen ausreichend natürliche Ressourcen bleiben wie saubere Luft, sauberes Wasser und genügend grüne Flächen wie Wiesen und Wälder. Auch für Migranten müsste erst gebaut werden und das geht einfach nicht mehr, einstiges Grün durch immer noch mehr Beton zu ersetzen. Sorry, die eigentliche Natur liegt mir bedeutend mehr am Herzen als irgendwelche plündernden Eindringlinge.

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