23. September 2021
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Ralf Schuler

Eine WDR-Moderatorin flirtet mit dem Dschihad und vergibt Herzchen für Terror und Antisemitismus. Der Staatssender nimmt's gelassen

Man sollte Jugendsünden nicht überbewerten.

Manche Kollegen von mir lachen über ihre Tage bei den Jusos, den Trotzkisten, Maoisten. Weisste noch…? Man war halt jung, wild, idealistisch.

Die Medizinerin Nemi El-Hassan (28) zog noch 2014 gern bei «Al Quds»-Demos mit, trug Kopftuch und hielt den Dschihad für eine fröhliche Spielart islamischer Einkehr und Selbstfindung.

Weil sie nun als Moderatorin für eine WDR-Wissenschaftssendung vorgesehen war, zogen missgünstige Zeitgenossen solche Lässlichkeiten jugendlichen Eifers wieder hervor.

Das ist natürlich fies.

Vor allem, weil El-Hassan heute (ohne Kopftuch) nur noch leise Likes setzt, wenn islamistische Terroristen der «Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden» aus israelischen Gefängnissen ausbrechen, israelische Waren boykottiert werden oder Sprüche im Netz unterwegs sind wie: «From the river to the sea, Palestine will be free». Nachdenklichen Gemütern wird auffallen, dass zwischen Jordan-Fluss und Meer Israel leider nicht mehr dazwischen passt.

Offenbar ist das auch El-Hassan aufgefallen: Anfang der Woche hat sie die sozialen Netze von ihren «Gefällt mir»-Herzchen für Terror und Antisemitismus gereinigt. Oder es hat ihr jemand gesagt, dass man die eigene Jugend gar nicht verlängert, wenn man seine Sünden beibehält. Wie auch immer.

Der WDR hält einstweilen an der jungen Frau fest, hat den Start ihrer Moderation bislang nur ausgesetzt.

Mich beschleicht indes die Sorge, dass mir künftig nicht nur ehemals verirrte linksextreme Sektierer ihr Nostalgie-Album vorblättern, sondern bald auch islamistische Wirrköpfe ihren Hass von einst in geselliger Runde Gassi führen.

Es ist eine Frage der Zeit, bis der streng gescheitelte Ex-Wehrsportler auch seine Kameradsschaftslieder selig vorträgt…

Manchmal denk ich an Deutschland… Nicht nur in der Nacht.

Ralf Schuler ist Leiter der Parlamentsredaktion von BILD.
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