20. September 2021
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Wolfgang Koydl

Deutsche Kanzler-Wahl: Von drei TV-Triellen waren mindestens zwei zu viel. Der Erkenntnisgewinn rutschte weiter gegen null

Angeblich sind aller guten Dinge drei, aber leider kommt auch Schlechtes oft im Dreierpack.

Von den drei Triellen der Kanzlerkandidaten waren mindestens zwei zu viel. Die Wahrscheinlichkeit neuer Erkenntnisgewinne sank von Mal zu Mal mehr gegen null.

Der Zuschauer erlebten auch diesmal die bekannten Sprechpuppen. An der Schnur ziehen, und schon ertönt die alte Platte.

Da kann man gleich das Püppchen Chantelle einladen – kennt neunzig Sätze und gibt's bei Amazon für 45,99 Euro.

Immerhin ging es diesmal ein wenig lebhafter zu. Verzweifelt versuchten die Kandidaten die Wähler davon zu überzeugen, dass es doch Unterschiede zwischen ihnen gibt.

Schwierig. Denn die Wähler wissen, dass Union und SPD gemeinsam regierten, oft mit dem Beifall der Grünen. Und dass sie dazu auch in Zukunft bereit sind.

Ein Vorschlag für die nächste Wahl und deren TV-Duelle: Nur eine Sendung und nur einer, der die Fragen stellt. Vielleicht sollte das auch kein Journalist sein, sondern jemand, der die Sprache der Zuschauer spricht.

Wie wär's mit dem klugen Thomas Gottschalk?

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1 Kommentar zu “Deutsche Kanzler-Wahl: Von drei TV-Triellen waren mindestens zwei zu viel. Der Erkenntnisgewinn rutschte weiter gegen null”

  • Nostradamus sagt:

    Dazu ein Zitat von Helmut Schmidt (einer der größten wenn nicht der größte Politiker mit Charakter der deutschen Nachkriegszeit)

    "Die heutige politische Klasse in Deutschland ist gekennzeichnet durch ein Übermaß an Karrierestreben und Wichtigtuerei und durch ein Übermaß an Geilheit, in Talkshows aufzutreten."

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