14. September 2021
Cora Stephan

Verbote als Innovations-Treiber? Annalena Baerbocks Partei ist der Stachel, der Deutschland in den innovativen Widerstand treiben wird

Sind Verbote «Innovationstreiber», wie Kanzlerinnenkandidatin Annalena Baerbock meint?

Aber sicher doch!

Zum einen macht, was verboten ist, erst recht scharf, weshalb es in gutkatholischen Zonen meist lustvoller zugeht als im Einzugsgebiet des protestantischen Pfarrhauses.

Zum anderen machen Verbote erfinderisch: Man verbiete den Alkohol, und schon schiessen sie wie Pilze aus dem Boden, wie zur Zeit der Prohibition in den USA, die Speakeasys, die Stätten fürs illegale Saufen, was den Betreibern gute Geschäfte am Finanzamt vorbei ermöglichte. Ein Traum angesichts deutscher Steuersätze!

Oder Deutsche, die noch in der DDR gelebt haben: Sie können stundenlang davon erzählen, wie sie durch Verbote erst richtig kreativ wurden. Ohne die Mauer hätte es die vielen abenteuerlichen Fluchten mit dem selbstgebastelten Ballon oder dem umgebauten West-Auto nicht gegeben. 

Ganz zu schweigen von der blühenden Literatur- und Musikszene im Untergrund, stets begleitet vom enormen Kitzel, den so ein ordentliches Verbot beschert.

Auf also in den Kampf gegen die dekadente Langeweile im besten Deutschland aller Zeiten!

Die grüne Verbotspartei ist der Stachel, der das Land in den innovativen Widerstand treiben wird.

Ich freu mich drauf.

43 3

Schreiben Sie einen Kommentar

© Copyright 2021 - Weltwoche daily

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche-daily.ch dienen als Diskussionsplattform und sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird. Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels oder wo angebracht an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Persönlichkeitsverletzende und diskriminierende Äusserungen hingegen verstossen gegen unsere Richtlinien. Sie werden ebenso gelöscht wie Kommentare, die eine sexistische, beleidigende oder anstössige Ausdrucksweise verwenden. Beiträge kommerzieller Natur werden nicht freigegeben. Zu verzichten ist grundsätzlich auch auf Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen), wobei die Online-Redaktion mit Augenmass Ausnahmen zulassen kann.

Die Kommentarspalten sind artikelbezogen, die thematische Ausrichtung ist damit vorgegeben. Wir bitten Sie deshalb auf Beiträge zu verzichten, die nichts mit dem Inhalt des Artikels zu tun haben.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Unzulässig sind Wortmeldungen, die

  • Nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommerzieller Natur sind
  • andere Forumsteilnehmer persönlich beleidigen
  • einzelne Personen oder Gruppen aufgrund von Rasse, Ethnie oder Religion herabsetzen
  • in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • verächtliche Abänderungen von Namen oder Umschreibungen von Personen enthalten
  • mehr als einen externen Link enthalten
  • einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Online-Redaktion behält sich jedoch vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Es besteht grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.