09. November 2021
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Beat Gygi

Die Schweizer Maskenhändler von Emix erbrachten in der Pandemie eine grossartige Versorgungsleistung – jetzt versucht man sie als Krisen-Gewinner anzuschwärzen

Die Maskenkäufe deutscher Behörden in der Pandemie im Frühling 2020 sind weiterhin Stoff für Empörung und politische Kämpfe.

Die deutsche «Tagesschau» und die Süddeutsche Zeitung haben dieser Tage die damalige Beschaffung von Schutzmasken durchs deutsche Gesundheitsministerium als Thema aufgewärmt und Fragen nach den Margen aufgeworfen: Waren sie zu hoch? Kassierten gewisse Politiker zu viel?

Das Schweizer Portal Inside Paradeplatz hat das Ganze nun moralisch aufgeladen ans Schweizer Publikum weitergeleitet.

Aufmerksamkeit ist auch in der Schweiz garantiert, da es die Schweizer Firma Emix war, die in grossem Umfang Masken in China beschaffte und nach Europa lieferte.

Emix, das sind zwei junge wirblige Schweizer Händler, seit Jahren Profis im internationalen Vermitteln von Waren, die nicht über 0815-Kanäle erhältlich sind, sondern Markt-Wissen und Pfadfinder-Sinn erfordern.

Als Anfang 2020 die Pandemie ausbrach, handelten sie früh: In China produktionsfähige Fabriken finden, Rohstoffe beschaffen, Masken fertigen lassen, Transport-Kapazitäten Richtung Europa kaufen, Prüf-Verfahren entwerfen, Ware liefern – möglichst schneller als die Konkurrenz.

Vieles klappte. Es war eine erstklassige Aktion für die rasche Gesundheitsaufrüstung in Europa, etwa in Deutschland und der Schweiz. Gute Qualifikationen durch die Behörden.

Natürlich sind Margen damit verbunden, Lohn für das Wagnis und den Erfolg. Das weckt Neid bei andern.

Es gibt keine Hinweise auf übertriebene Margen für die Emix-Händler, aber der Neid auf deren Erfolg lässt sich jetzt bestens einsetzen, um mit dem Margen-Vorwurf Streitereien in der deutschen Politik anzuheizen.

Und in der Schweiz versucht sich Inside Paradeplatz mit Bereicherungs-Unterstellungen an der Empörung zu wärmen.

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1 Kommentar zu “Die Schweizer Maskenhändler von Emix erbrachten in der Pandemie eine grossartige Versorgungsleistung – jetzt versucht man sie als Krisen-Gewinner anzuschwärzen”

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