11. November 2021
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Beat Gygi

Schweizer Daten in amerikanischen Computern – sieht die Bundesverwaltung nicht, was damit passieren könnte?

Die Bundesverwaltung meldet, sie setze ihre angekündigte Cloud-Strategie jetzt um. Das heisst: Die amerikanischen Informatik-Riesen IBM, Amazon, Oracle, Microsoft (mit Cloud Azure) oder die chinesische Alibaba klinken sich in die Bundesverwaltung ein und erledigen IT-Aufträge. Bis zu 110 Millionen Franken.

Fachleute schreien auf: Schweizer Daten, offizielle, hoheitliche, wichtige, geheime Informationen, seien in amerikanischen Datenwolken unsicher. Spionage möglich.

«Fürchtet euch nicht», sagt der Bund. Die Schweiz habe sich die volle Kontrolle über ihre Daten vertraglich gesichert. Zudem hätten ja die US-Firmen Datenzentren in der Schweiz.

«Täuscht euch nicht», sagen die andern. Jeder Cloud-Anbieter könne mit seinem Hersteller-Zugangspasswort, Vendor Login, das Passwort des Kunden immer übertrumpfen.

Und juristisch noch viel stärker sei die US-Cloud-Act, die amerikanische IT-Dienstleister inklusive Tochterunternehmen gesetzlich verpflichte, den US-Behörden auf Geheiss Zugriff auf alle gespeicherten Daten zu geben – auch dann, wenn die Speicherung im Ausland erfolge.

Mit dem automatischen Informationsaustausch zu Finanzinformationen hat die Schweiz vor Jahren den ausländischen Datenspionen die Türen geöffnet.

Jetzt passiert vielleicht das Gleiche mit unseren Zivilstands-Angaben und Geschäftsgeheimnissen.

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