27. September 2021
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Hubert Mooser

Schweiz: Linke fordern Familien-Nachzug für Afghanistan-Flüchtlinge. Was das bedeutet, hat man 2013 gesehen: Auf jeden Asylbewerber kamen 80 Verwandte

Im Schweizer Parlament findet diesen Donnerstag eine Debatte zur Situation in Afghanistan statt. Dabei geht es um die Aufnahme zusätzlicher Flüchtlinge, obwohl heute bereits 20.000 Afghanen im Land sind, der Grossteil lebt von der Sozialhilfe.

Jetzt sollen wir gar noch mehr aufnehmen – und nicht bloss das.

SP, Grüne und Grünliberale verlangen, dass man den hier lebenden afghanischen Asylbewerbern erlaubt, Angehörige nachzuholen.

Als der Bundesrat im Jahre 2013 unter dem Titel Familiennachzug für 2700 Syrern die Möglichkeit schuf, enge Verwandte in die Schweiz zu holen, meldeten sich pro Person 80 Familienangehörige für ein erleichtertes Einreisevisum.

Nun soll dieser Migrations-politische Fehler bei den Afghanen wiederholt werden.

Wie naiv darf man als Linker sein?

Nicht die Schweiz ist gefordert, sondern die reichen arabischen Staaten wie Kuwait, Katar, Bahrain, Oman oder Saudi-Arabien. Sie haben das Geld und den Platz.

Warum nehmen sie keine Glaubensbrüder auf?

Ein kuwaitischer Sicherheitsexperte hat auf diese Frage einmal geantwortet: Die Lebenserhaltungs-Kosten in seinem Lande seien zu hoch.
Flüchtlingen könnten sich dort ohne nennenswerte Einkünfte nicht so gut einfügen.

Vielleicht sollten wir uns die arabische Flüchtlings-Politik zum Vorbild nehmen.

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1 Kommentar zu “Schweiz: Linke fordern Familien-Nachzug für Afghanistan-Flüchtlinge. Was das bedeutet, hat man 2013 gesehen: Auf jeden Asylbewerber kamen 80 Verwandte”

  • AntonHofnarr sagt:

    Liebe Schweizer, wollt ihr euch eure Wohlfühloase (keine EU, kein Euro, keine NATO, dafür eine herrliche und nahezu einzigartige Natur) wirklich zerstören lassen von solch demagogischen Gutmenschern? Es gibt Fehler, welche irreparabel sind und für die ihr vielleicht eines Tages von euren Kindern und Kindeskindern angeklagt werdet mit den Worten: "Es kann doch nicht so schwer gewesen sein, diese Katastrophe vorherzusehen!" Glaubt mir, ich weiß, wovon ich spreche, ich lebe nämlich in dieser BRD.

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