01. Dezember 2021
Alles lesen
Susanne Gaschke

Robert Habeck: Warum der grüne Vizekanzler ein Glücksfall für Deutschland ist

Man kann von den Grünen halten, was man will, Robert Habeck ist ein Glücksfall für die deutsche Politik.

Er und seine Frau Andrea Paluch haben es geschafft, ihr Geld zehn Jahre lang als Schriftsteller zu verdienen. Sie übersetzten englische Lyrik, schrieben Romane und Jugendbücher und zogen vier Kinder gross.

Das bedeutet: Habeck hat sein Geld, anders als viele Kollegen, schon einmal ausserhalb der Politik verdient.

Er besitzt eine hohe Sensibilität für Sprache, so dass er den schlimmen deutschen Redenschreiber-Reden kritisch gegenübersteht. Deshalb spricht er meist frei, und vor allem: wie ein Mensch.

Dass sich dabei gelegentlich Fehler einschleichen, ist zu verschmerzen – besonders da Habeck eine sehr charmante Art hat, sich zu entschuldigen. Überhaupt hat er einen von hohem Selbstwertgefühl getragenen modernen Macho-Charme: immer politisch korrekt, aber man glaubt sofort, dass Habeck auch die Heizung reparieren kann.

Charme ist eine Voraussetzung für eine weitere Qualität, die in der deutschen Politik knapp ist: Charisma. Habeck kann ganze Säle begeistern. Wenn man ihm länger zuhört, bekommt man tatsächlich das Gefühl, dass es Sinn haben könnte, sich als Staatsbürger politisch zu engagieren.

Wie gesagt: Er ist ein Glücksfall für Deutschland.

37 122

4 Kommentare zu “Robert Habeck: Warum der grüne Vizekanzler ein Glücksfall für Deutschland ist”

  • Peti sagt:

    Mit dieser Meinung soll man ein Glücksfall für Deutschland sein ???
    Habeck: „Patriotismus, Vaterlandsliebe also, fand ich stets zum Kotzen. Ich wusste mit Deutschland nichts anzufangen und weiß es bis heute nicht."
    Vor solchen Politikern graut mir.

    53
    6
  • Der Michel sagt:

    Echt jetzt, Frau Gaschke? Dieser Grünenpolitiker hat schon, bevor er so richtig was zu sagen hatte, mehrfach seine Ahnunglsosigkeit in verschiedenen politischen Fragen mehr als deutlich gemacht. Ein Glücksfall? Bloß weil er den Unsinn, den er absondert, in grammatikalisch vollständige Sätze packt und nicht so stammelt wie die noch amtierende Kanzlerette? Sorry - aber *so* weit habe ich meine Ansprüche an unser poitisches Personal noch nicht heruntergeschraubt - und weigere mich auch, das zu tun.

    76
    6
  • AntonHofnarr sagt:

    Habe gerade auf den Kalender gesehen ... nein, heute ist nicht der 1. April. Der Artikel kann auch nicht als Aprilscherz gedacht sein, denn bei diesen humorbefreiten "grünen" (= Melonenpartei, d.h., außen grün, innen rot) gibt es, zumindest für deutsche Ureinwohner, definitiv nichts zu lachen, ganz im Gegenteil. Dieses Sammelbecken ehemaliger K-Splittergruppierungen hat leider erfolgreich die Vorstellung des Linksextremisten R. Dutschke vom "Marsch durch die Institutionen" realisiert.

    68
    4

Schreiben Sie einen Kommentar

© Copyright 2022 - Weltwoche daily

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche-daily.ch dienen als Diskussionsplattform und sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird. Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels oder wo angebracht an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Persönlichkeitsverletzende und diskriminierende Äusserungen hingegen verstossen gegen unsere Richtlinien. Sie werden ebenso gelöscht wie Kommentare, die eine sexistische, beleidigende oder anstössige Ausdrucksweise verwenden. Beiträge kommerzieller Natur werden nicht freigegeben. Zu verzichten ist grundsätzlich auch auf Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen), wobei die Online-Redaktion mit Augenmass Ausnahmen zulassen kann.

Die Kommentarspalten sind artikelbezogen, die thematische Ausrichtung ist damit vorgegeben. Wir bitten Sie deshalb auf Beiträge zu verzichten, die nichts mit dem Inhalt des Artikels zu tun haben.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Unzulässig sind Wortmeldungen, die

  • Nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommerzieller Natur sind
  • andere Forumsteilnehmer persönlich beleidigen
  • einzelne Personen oder Gruppen aufgrund von Rasse, Ethnie oder Religion herabsetzen
  • in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • verächtliche Abänderungen von Namen oder Umschreibungen von Personen enthalten
  • mehr als einen externen Link enthalten
  • einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Online-Redaktion behält sich jedoch vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Es besteht grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.