15. September 2021
Anabel Schunke

Rassismus-Alarm in England: Ein Orchester schasst seine Musiker – weil sie weiss sind

Das Orchester der «English Touring Opera» wird in der kommenden Saison rund die Hälfte seiner Mitglieder nicht mehr beschäftigen.

Der Grund ist nicht etwa mangelnde Leistung, sondern die Hautfarbe der Musiker. Weil sie den Vielfaltsregeln nicht mehr genügen, werden weisse Personen geschasst.

Es spielt auch keine Rolle, dass viele der Gekündigten zwanzig Jahre oder mehr für das Ensemble tätig waren. An ihre Stelle rücken zwölf Menschen, die den Diversity-Kriterien gerecht werden.

Die Entscheidungsträger befinden sich in einer Zwickmühle: Wie so vieles im Kulturbetrieb wird auch die «English Touring Opera» vom Staat subventioniert, in diesem Fall mit 1,78 Millionen Pfund pro Jahr. Und es ist jener Staat, der bindende Richtlinien zur «Vielfalt» erlassen hat.

Wes Brot ich ess, des Lied ich sing.

Allerdings hat sich der zuständige Arts Council von seiner Vielfaltsmassnahme bereits distanziert. Die Behörde prüft, ob die Fördergelder mit den Bedingungen in Einklang sind.

Vielfalt kann zuweilen problematisch sein. Man stelle sich den umgekehrten Fall vor – aber das geht nicht. Rassismus gegen Weisse existiert ja nicht.

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