11. November 2021
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Zara Riffler

Gesinnungs-Ausbildung für Polizisten in Nordrhein-Westfalen: Anstatt nach dem Rechten zu schauen, beleuchten sie intern die Rechten

Nordrhein-Westfalen will seine Polizisten in «politischer Bildung» ausbilden. Das ergeht aus dem neuen Bericht für die Rechtsextremismus-Prävention.

Was sich hinter «politische Bildung» versteckt, ist allerdings knallharte Politisierung.

Denn ausgerechnet Aktivisten sollen Polizisten belehren – Aktivisten, wie diejenigen, von der Hilfsorganisation Amnesty International, die oft linkspolitisiert und antisemitisch auffällt.

Eigentlich müssen Polizisten im Dienst volle Neutralität wahren, sie schwören sogar einen Eid auf die Verfassung.

Doch was macht die Regierung? Sie entzieht ihr jetzt jegliche Neutralität.

Denn konkret sollen Abschlussarbeiten etwa von «Rechtsextremismus» innerhalb der Polizei handeln, Bewerber werden auf ihre «Werteorientierung» geprüft.

Man ahnt es: Taucht vermeintlich «Rechtes» auf, hat sich der Beruf natürlich ausgeträumt.

Fakt ist, bei dieser Polizei soll es nur noch entfernt um demokratische Grundwerte gehen, sondern um die richtige Gesinnung.

Aber warum?

Die NRW-Regierung fürchtet, ihre Polizei könnte «strukturell rassistisch» sein, wie es vom linken Lager gerne behauptet wird.

Daher gilt: Ab jetzt sollen Führungskräfte auf Kleidung, Sprache und Frustrationen ihrer Kollegen achten.

Womöglich sind in Zukunft Polizisten die neuen Soziologen, die nur noch das «Rechte» in ihren eigenen Reihen beleuchten anstatt nach dem Rechten zu schauen.

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2 Kommentare zu “Gesinnungs-Ausbildung für Polizisten in Nordrhein-Westfalen: Anstatt nach dem Rechten zu schauen, beleuchten sie intern die Rechten”

  • Propagandastaatsfunk sagt:

    Die Polizei ist seit der Corona Diktatur zu einem Schlägertruppe verkommen und sinkt damit in der Akzeptanz des Bürgers immer weiter.
    Deshalb verwundert mich das nicht mehr, wer auf ältere Bürger, friedliche Demonstranten derart aggressiv reagiert, mit Pfefferspray massiv in das Angesicht eines Bürger spritzt, als wäre es Wasser der hat nicht mehr alle Tassen im Schrank. Die Polizei ist zum Schutz des Bürgers da, jetzt wird sie als Waffe gegen den Bürger verwendet, das ist Faschismus.

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  • Joerg Sulimma sagt:

    "Politische Bildung" gibt es bei Polizei und Bundeswehr schon lange. Das ist an sich nicht schlecht. Ich habe das als Wehrpflichtiger zuerst etwas belächelt. Aber später als Reserveoffizier habe ich hier und da bewußt auch selbst bei solchen Veranstaltungen referiert. Und auch zu der Zeit wurden Referenten aus verschiedenen politischen Spektren eingeladen. Die Diskussionen waren oft sehr interessant. Schwierig wird es nur, wenn diese Aktivisten die einzigen Referenten bleiben. Aber ist das so?

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