09. November 2021
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Wolfgang Koydl

Politik mit der Brechstange: Wenn ihnen die Argumente ausgehen, mobilisieren die deutschen Grünen ihre Hilfstruppen

Irgendwie beruhigend, dass die Grünen immer wieder unfreiwillig verraten, wo sie ihr politisches Handwerk gelernt haben.

Nicht bei friedfertigen Baum-Kuschlern, sondern bei knallharten Kader-Kommunisten.

Die werden rabiat, wenn Argumente erlahmen. Dann werden gerne mal die Anhänger, die Basis, die Strasse mobilisiert, um Druck auf Gesprächspartner drinnen am Tisch zu machen.

Jüngstes Beispiel: Ein Brief der Spitzengrünen an diverse NGOs. Es wäre «sehr hilfreich», den Koalitionären von SPD und FDP Beine zu machen, damit grüne Forderungen erfüllt werden, baten sie.

Der Wunsch war Befehl: Flugs schalteten BUND, Nabu, WWF & Co. entsprechende Anzeigen. Direkte Gespräche mit der SPD indes verboten die Grünen – getreu Lenins Motto, wonach Kontrolle besser ist als Vertrauen.

Diesmal war es nur eine Anzeigen-Kampagne. Doch was hindert demnächst eine Frau Minister Baerbock, die Kids von FFF aufzuputschen, um ein Gesetz durchzuboxen?

Ist noch viel Zeit. Wir stehen erst am Anfang der Legislaturperiode.

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2 Kommentare zu “Politik mit der Brechstange: Wenn ihnen die Argumente ausgehen, mobilisieren die deutschen Grünen ihre Hilfstruppen”

  • AntonHofnarr sagt:

    Meine düstere Vorahnung: den braunen und den roten Sozialismus konnte dieses Land - mit ungeheurer Tatkraft und immensem finanziellem Aufwand - überwinden. Am grünen Sozialismus wird dieses Land buchstäblich verrecken. Aber vielleicht ist genau das die Absicht dieser multi-kulti-umnachteten Antikapitalisten.

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  • Der Michel sagt:

    Bürger, die ihr Hirn noch zum Denken gebrauchen - was aus der Mode zu kommen scheint - wissen schon lange, was von diesen Wassermelonen zu halten ist. Der Staatsfunk-Michel schläft aber den Schlaf des Weltverbesserers und träumt von Bullerbü - es dürfte demnächst ein bitteres Erwachen geben. Und die "Klimahüpfenden" werden diese Idiotie noch lange zutiefst bereuen - falls sie dereinst kapieren, wie sie an der Nase herumgeführt wurden (um's mal euphemistisch zu sagen).

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