26. November 2021
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Rainer Zitelmann

Öffentlich-rechtlicher Rundfunk: Wir brauchen einen libertären und einen konservativen TV-Moderator

Die Unzufriedenheit mit dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk ist gross bei vielen Menschen, die nicht links oder grün denken.

Denn statt der vielgepriesenen Vielfalt gibt es im ARD und ZDF linksgrüne Einfalt. Im privaten Fernsehen – ob RTL, SAT1oder n-tv – ist es nicht anders.

Nur BILD TV setzt erfreulicherweise mal andere Akzente.

Der letzte konservative Moderator im öffentlich-rechtlichen Rundfunk, an den ich mich erinnern kann, war Gerhard Löwenthal. Von 1969 bis 1987 moderierte er das ZDF-Magazin. Das ist nun 34 Jahre her.

Konservative und Liberale kritisieren die Zwangsgebühren beziehungsweise fordern deren Senkung. Das ist legitim, aber wenn ich die Wahl hätte, weiterhin die jetzigen Gebühren zu zahlen, aber dafür jede Woche eine oder zwei Talkshows mit einem konservativen oder libertären Moderator sehen zu können – oder aber, die gleiche linksgrüne Einfalt für ein paar Euro weniger serviert zu bekommen, dann würde mir die Entscheidung nicht schwer fallen.

Es wird verdammt schwer, so etwas durchzusetzen, fast alles spricht dagegen. Aber Kritik, die nur herummeckert und kein klares Ziel formuliert, bringt nichts.

Die Forderung nach Senkung der Rundfunkgebühren trifft nicht das Entscheidende.

Die Forderung kann nur lauten: Wir wollen einen libertären und einen konservativen TV-Moderator.

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3 Kommentare zu “Öffentlich-rechtlicher Rundfunk: Wir brauchen einen libertären und einen konservativen TV-Moderator”

  • onckel fritz sagt:

    Ein Medium ist ein Medium, ob TV, Radio, digitale Angebote oder Gedrucktes und sollte nur von DEN Leuten gekauft werden, die diese Produkte haben wollen, aber nicht von allen Haushalten zwangsfinanziert werden müssen. Privatisierung ALLER Medien, und dann gern viel werbefinanziert und/oder verschlüsselte Inhalte hinter einer Bezahlschranke oder Abo, Flatrate usw. Etliche „erzieherische“ Ambitionen der „Medienschaffenden“ dürften sich in Luft auflösen.

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  • Ulrich J. sagt:

    Was erwarten Sie von einem ÖRR-Format, in dem die Tochter eines der letzten SED-Regenten in Sachsen (Bezirk Karl-Marx-Stadt/Chemmnitz) ohne Karriereknick zur Intendantin aufsteigt. Und nein, diese Frau ist zu DDR-Zeiten alles andere als oppositionell gewesen.

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  • Schwikowski sagt:

    Es ist soooo wichtig, die "Öffentlich-Rechtlichen-Medien" müssen wieder demokratisiert werden, sie sind ja in einer Parteien-Diktatur-Hand. Aber dieser Weg ist langwierig und kann nur durch Volksentscheide in jedem einzelnen Bundesland erfolgen, dann kann es aber klappen. Es gibt ja auch schon die ersten Volksbegehren, das ist die einzige Hoffnung, da die Gerichte ja leider ausfallen.

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