13. Januar 2022
Anabel Schunke

Silvester in Mailand weckt Erinnerungen an Köln: Neun junge Frauen wurden belästigt. Die Täter sind Eingebürgerte nordafrikanischer Herkunft und Ausländer

Die Meldung weckt Erinnerungen an die Silvesternacht 2015/2016 auf der Kölner Domplatte: In Mailand sind mehrere junge Frauen Opfer sexueller Belästigungen geworden. Unter ihnen offenbar auch zwei deutsche Touristinnen.

Bei den Tätern soll es sich um junge Männer nordafrikanischer Herkunft handeln.

Im Netz kursiert ein Video, das die beiden deutschen Frauen, zwei Zwanzigjährige aus Mannheim, inmitten einer Meute von jungen Männern zeigt. Die Szenen sind bedrückend.

Verzweifelt drücken sich die Mädchen gegen eine Absperrung. Die Männer um sie herum drängeln und schubsen, rufen sich immer wieder auf Arabisch Dinge zu. Man sieht, wie die jungen Frauen überall berührt werden.

Erst nach einiger Zeit gelingt es den Frauen, sich aus dem Kreis zu lösen und das Getümmel zu verlassen. Aufgelöst retten sie sich zu Polizisten, die in Kampfmontur einige Meter weit entfernt stehen, gefolgt von einem Johlen aus der Menge.

Das Video dauert eine Minute und 25 Sekunden. Die Übergriffe sollen sich aber gemäss Schilderungen der Frauen über einen Zeitraum von zehn Minuten erstreckt haben.

Es soll zudem ein weiteres Video existieren, das ähnliche Vorfälle zeigt.

Mittlerweile gehen die italienischen Behörden laut der Zeitung La Repubblica von insgesamt neun jungen Frauen aus, die Opfer sexueller Gewalt wurden.

Achtzehn Wohnungen von Tatverdächtigen wurden inzwischen durchsucht. Zehn von ihnen sollen «Italiener zweiter oder dritter Generation nordafrikanischer Herkunft» sein. Acht von ihnen Ausländer.

Die mutmasslichen Täter sind zwischen 15 und 21 Jahre alt.

99 2

6 Kommentare zu “Silvester in Mailand weckt Erinnerungen an Köln: Neun junge Frauen wurden belästigt. Die Täter sind Eingebürgerte nordafrikanischer Herkunft und Ausländer”

  • Resistencia sagt:

    Gestern schrieb hier jemand, dass in Dresden wegen Verunglimpfung des Staates polizeilich ermittelt wurde, weil jemand ein Deutschlandfahne mit einer Banane realitätsnah verziert hat. Wie Frau Merkel mit Fahne umging kurz vor der Vereidigung.........

    6
    0
  • AntonHofnarr sagt:

    Verurteilungen gab es in der Tat (sofern überhaupt eine einleitende Strafverfolgung stattfand) wohl überhaupt nicht. Was mir allerdings sehr nachhaltig in Erinnerung blieb, daß seinerzeit eine gewisse Simone Peter (vom Narrenschiff Utopia = "die grünen") sich extrem darüber echauffierte, daß im polizeiinternen Begriffsgebrauch für "Nordafrikaner" das Kürzel "Nafris" Anwendung fand. Soviel zur Schwerpunktsetzung dieser "grünen".

    49
    0
  • Der Michel sagt:

    "...zu Polizisten, die in Kampfmontur einige Meter weit entfernt stehen". Man vergleiche das Auftreten eiiger "Ordnungskräfte" (zum Glück derzeit noch vereinzelt) bei den Spaziergängen hierzulande, insbesodere wenn's um schwerst - mit Kerzen - bewaffnete Omas geht.

    38
    0
  • AntonHofnarr sagt:

    Bin mal gespannt, ob Italien (und falls ja, wann) diese Nafris bestrafen und anschließend ausweisen wird. Wohin? Natürlich in die BRD, wo sich das Schlaraffenland für die Kriminelle eines derartigen Zuschnitts befindet, wo die Medien ihr Maul halten und auch die Justiz sehr häufig als blind agiert.

    58
    0
  • Resistencia sagt:

    Unschöne Geschichte wiederholt sich und wird auf kleinster Flamme weggekocht. Beim Pogrom von Köln hat ja das Verschweigen der gröbsten Wahrheit bereits länger gedauert, wie die Schnellgerichte in Deutschland brauchen um die künstlich kriminalisierten Spaziergänger abzuurteilen. Bei weit über 1000 Sexualdelikten (Dunkelziffer ) in Köln, gab es so gut wie keine Verurteilungen. Die Einsatzprotokolle der Behörden aus Datenschutzgründen gelöscht, traumatisierte Frauen alleine gelassen. Aufarbeitung?

    64
    0
    • Propagandastaatsfunk sagt:

      Richtig die Schellgericht jetzt gegen Spaziergänger stellen wieder die Vergleiche zum dritten Reich und der DDR her, wo es so etwas auch gab, um alle abzuschrecken. Aber der Davidstern auf Demos wird verboten, die ANTIFA darf aber offiziell die Spaziergänger jagen.

      13
      0

Schreiben Sie einen Kommentar

© Copyright 2022 - Weltwoche daily

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche-daily.ch dienen als Diskussionsplattform und sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird. Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels oder wo angebracht an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Persönlichkeitsverletzende und diskriminierende Äusserungen hingegen verstossen gegen unsere Richtlinien. Sie werden ebenso gelöscht wie Kommentare, die eine sexistische, beleidigende oder anstössige Ausdrucksweise verwenden. Beiträge kommerzieller Natur werden nicht freigegeben. Zu verzichten ist grundsätzlich auch auf Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen), wobei die Online-Redaktion mit Augenmass Ausnahmen zulassen kann.

Die Kommentarspalten sind artikelbezogen, die thematische Ausrichtung ist damit vorgegeben. Wir bitten Sie deshalb auf Beiträge zu verzichten, die nichts mit dem Inhalt des Artikels zu tun haben.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Unzulässig sind Wortmeldungen, die

  • Nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommerzieller Natur sind
  • andere Forumsteilnehmer persönlich beleidigen
  • einzelne Personen oder Gruppen aufgrund von Rasse, Ethnie oder Religion herabsetzen
  • in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • verächtliche Abänderungen von Namen oder Umschreibungen von Personen enthalten
  • mehr als einen externen Link enthalten
  • einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Online-Redaktion behält sich jedoch vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Es besteht grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.