14. September 2021
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Wolfgang Koydl

Die deutschen Grünen mutierten zur Partei der Besserverdiener. Sie ist die neue FDP

Natürlich hatte die Pflegefachkraft einen grossen Auftritt. Und auch der Lagerarbeiter blieb nicht unerwähnt. Oder war’s die allgegenwärtige alleinerziehende Mutter?

Egal. Annalena Baerbock gab bei der Debatte mit ihren Konkurrenten erneut die Fürsprecherin der Armen, Abgehängten und Ausgebeuteten.

Grüne Schale, rotes Herz.

Indes: Kaum eine Pflegefachkraft wird wohl grün wählen. Sie könnte es sich kaum leisten. Es ist nicht billig, grün zu sein. Und nach der Wahl wird es noch teurer.

Die einstige Hippie-Truppe ist zur Partei der Besserverdiener mutiert. Sie ist die neue FDP.

Vor allem unkündbare Beamte zählen zu ihren Anhängern und Wählern. Und üppig dotierte Doppelverdiener im sanierten Altbau in Harvestehude, Schwabing oder Friedrichshain.

Woher der Wind – und die Euroscheine – wehen, zeigte eine Erhebung der Gross- und Einzelspenden für die Parteien. Da liegen die Grünen mit 3,4 Millionen Euro nur knapp hinter der liberalen Anwalts- und Ärztevertretung FDP.

In ihrem Parteiprogramm fordern die Grünen eine Spendenobergrenze von 100 000 Euro.

Wie süss. Kleingeld für ihre Klientel.

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