18. November 2021
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Linus Reichlin

Angela Merkels erster Tag als Rentnerin – mit 9 Mitarbeitern

Im Juli dieses Jahres antwortete Angela Merkel auf die Frage, wie sie sich ihren Ruhestand vorstelle, sie wolle sich «erst mal eine Pause gönnen».

Dann wolle sie «ein bisschen zu lesen versuchen».

Danach wolle sie herausfinden, «was mich so eigentlich interessiert».

Da der Bundestag nun beschlossen hat, ihr für die Zeit im Ruhestand ein Büro mit neun Mitarbeitern zu bewilligen, können wir uns ein realistisches Bild von ihrem zukünftigen Terminkalender machen:

9:00-9:05: Mir eine Pause gönnen.

9:05-9:10: Versuchen, Roman von T.C. Boyle zu lesen.

9:10-12:00: Untersuchungsausschuss gründen. Drei meiner Mitarbeiter damit beauftragen, herauszufinden, was mich so eigentlich interessiert.

12:00-13:00: Überprüfung des Reifendrucks meines Dienstwagens durch vier Mitarbeiter (Vorderreifen sollen durch weibliche Mitarbeiter geprüft werden).

13:00-17:00: Die unbeschäftigen zwei Mitarbeiter beauftragen, für mich den Roman von Boyle weiterzulesen – ihnen Erschwerniszulage versprechen.

17:00-18:00: Telefonat mit Obama – gegenseitiger Austausch von Mitarbeitern in Sinne transozeanischer Beschäftigungstherapie für Ex-Regierungschefs.

19:00-20:00: Depression. Innere Leere. Olaf Scholz bitten, mich als Bodyguard zu engagieren.

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3 Kommentare zu “Angela Merkels erster Tag als Rentnerin – mit 9 Mitarbeitern”

  • Propagandastaatsfunk sagt:

    Warten wir es mal ab, vielleicht ist die Alte ja wieder Kanzlerin, wenn man die deutschen Medien aufmerksam liest, stellt man fest wie sie den Olaf schon demontieren, sein Rückhalt singt, die FDP wird auch mit Misskritik überzogen und so steuert alles auf eine weiter Kanzlerschaft, vielleicht übergibt sie dann im Frühjahr einfach an ihre Lieblingskandidatin Bockbier.

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  • AntonHofnarr sagt:

    "Danach wolle sie herausfinden, «was mich so eigentlich interessiert»."

    Daß das definitiv NICHT die deutsche Bevölkerung ist, hat sie zu unser aller Leidwesen über viel zu viele Jahre hinweg nachhaltigst bewiesen, die linke DDR-Kanzlerin.

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  • kaercher sagt:

    Die Macht wird ihr fehlen.

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