29. September 2021
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Wolfgang Koydl

Markus Söders neueste Wandlung zum Staatsmann: So könnte doch noch was aus ihm werden

Stil und Anstand kommen nicht als Erstes in den Sinn, wenn von Markus Söder die Rede ist. Doch der Franke ist immer für eine Überraschung gut.

Höflich gratulierte er Olaf Scholz zum Sieg und liess ihm den Vortritt bei Koalitionsgesprächen.

Eigentlich Selbstverständlichkeiten, doch Söders Parteifreund Armin Laschet war zu denen bisher nicht bereit. Er verweigerte Scholz den Handschlag und gab den schmollenden Mini-Trump.

Doch niemand liebt einen schlechten Verlierer.

Und Söder? Wirft der Macht-Mensch etwa das Handtuch?

Im Gegenteil. Während er Nagel um Nagel in Laschets Sarg hämmert, hält er sich bereit für Gespräche mit Grünen und FDP, wenn es mit Scholz erwünschter Ampel-Koalition nichts wird. Für Jamaika weiss-blau.

Laschet wäre dann weg. Aber Söder wäre noch da, stärker denn je – staatsmännisch und besonnen. Kanzlermaterial.

Begriffe wie staatsmännisch und besonnen würde man zwar auch nicht mit ihm assoziieren. Aber was tut der Mann nicht alles, um nach oben zu kommen.

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«Daily Spezial»
16 Jahre Angela Merkel. Was sie gut machte. Ihr grösster Fehler. Deutschland heute: Eine Demokratie ohne Opposition

5 Kommentare zu “Markus Söders neueste Wandlung zum Staatsmann: So könnte doch noch was aus ihm werden”

  • onckel fritz sagt:

    Söder hat sadistische Freude daran, Kraft seiner Macht über Justiz und Polizei Menschen zu schikanieren und mit sinnlosen FFP2 und anderen Maßnahmen und Sanktionen zu quälen. Ohne seinen Staatsapparat ist er ein armseliges kleines Würstchen. Strauß würde heute statt vom „Riesenstaatsmann Mümmelmann“ (damals Möllemann, FDP) heute vom Riesenstaatsmännlein Söderlein sprechen.

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  • Nostradamus sagt:

    Dazu fällt mir nur das sehr zutreffende Zitat von Herrn Franz Josef-Strauß dem charaktervollen, noch zur alten Garde gehörenden Politiker ein "Wenn Sie schon kein Hirn haben, dann Halten Sie das Mail wenigstens", mehr gibt es zu Herrn Söder nicht zu sagen.

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  • Fischkopp sagt:

    „Wendehals“ ist verharmlosend. Der Mann ist potentiell branntgefährlich und das nicht nur für seine sprichwörtliche Großmutter. Sollte er Kanzler werden, würden wir eine potenzierte Form des Merkelismus erleben. Jede Opposition würde noch stärker verunglipft und mit allen Mitteln bekämpft werden. Gleichzeitig würde er jedes schädliche grüne Ideologieprojekt umsetzen, wenn es geeignet ist, seine kurzfristige Popularität zu mehren.

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  • Der Michel sagt:

    Söder ist der größte Wendehals, den die deutsche Polit-"Elite" derzeit zu bieten hat. Für ein Pöstchen würde der seine Oma an den Teufel verkaufen. Und nur nebenbei: "Seine" CSU hat in Bayern bei der BTW das historisch schlechteste Ergebnis eingefahren, das sie je hatte - mit großem Abstand: Knapp 32% der Zweitstimmen ist eine Klatsche, die ihresgleichen sucht, in meinen Augen deutlich schlimmer noch als es die CDU erwischt hat. Konsequenzen? Sucht man bei dem Maggus vergebens.

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