07. Oktober 2021
Michael Bahnerth

Lothar Matthäus liess sich zum fünften Mal scheiden. Bald hat er mehr Ehen verschossen als Elfmeter

Lothar Matthäus (60) hat sich offenbar zum fünften Mal scheiden lassen, und bald hat er mehr Ehen verschossen in seinem Leben als Elfmeter.

Noch vier Ehen braucht er dafür, und wenn man bedenkt, dass eine Loddar-Ehe im Schnitt fünf Jahre hält, ist das durchaus machbar, zumal «ein Lothar Matthäus sich nicht von seinem Körper besiegen lässt, ein Lothar Matthäus entscheidet selbst über sein Schicksal».

Ich glaube, Loddar ist viel mehr Opfer denn Täter.

Ich glaube das, weil Lothar als kleiner Junge auf der Holz-Ersatzbank des Lebens sass, er war ein Kind aus einer winzigen Kleinbürgerfamilie, die sich nicht einmal gross träumte. Sein einziger Freund war ein Puma-Ball, mit dem er jeden Abend schlafen ging, und tagsüber spielte und kickte er ihn, und abends legte er sich mit ihm ins Bett.

Nach einer gewissen Zeit wurde der Ball alt, Luft entwich ihm, da war keine Elastizität mehr, und Loddar brauchte einen neuen, um sich aus den Strafräumen des Lebens zu dribbeln.

Ich glaube, man kann sagen, dass er seine Ehefrauen mit Bällen verwechselte.

So einfach ist das.

Man könnte Loddar raten, dass er nicht jede Frau und jeden Ball unverzüglich heiraten müsste und jedes Mal denken, das sei jetzt für immer, vor allem nicht nach dem dritten Ball oder der vierten Ehe.

Aber Ratschläge mochte er noch nie, ausser sie kommen von ihm selbst: «I look not back, I look in front.»

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