15. Oktober 2021
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Wolfgang Koydl

Signal aus Sachsen-Anhalt: Die Brandmauer, mit der die AfD ausgegrenzt wird, bröckelt. Langfristig wird sie nicht halten

Sachsen-Anhalt war mal wieder Versuchslabor für den Bund.

Gewählt wurden die Vizepräsidenten des Landtages, und die AfD nominierte erneut einen Kandidaten: Hagen Kohl, Beamter, Vorsitzender des Innenausschusses.

So jemanden kann man nicht wählen, befand die Allparteienliga von CDU bis Linke. Kohl fiel durch.

Szenenwechsel. Am 26. Oktober konstituiert sich in Berlin der Bundestag und wählt ein neues Präsidium.

Erneut will die AfD den ihr zustehenden Posten eines Vizepräsidenten besetzen. Auch hier ist sie chancenlos – entgegen Anstand, Sitte und Rechtsempfinden.

Dennoch war Magdeburg ein Signal: Kohl erhielt 21 Stimmen aus der CDU, mehr als die Hälfte der Fraktion.

«Demokratisch betrachtet», könne man gegen die Kandidatur nichts sagen, meinte ein CDU-Mann – und gab so zu, dass sich das Parlament undemokratisch verhielt.

Sachsen-Anhalt zeigt, dass die Mauer bröckelt, mit der die AfD ausgegrenzt wird. Sie wird ebenso wenig halten, wie jener andere «antifaschistische Schutzwall», mit dem sich die DDR und ihre Blockparteien vor freiem Denken abschirmen wollten.

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1 Kommentar zu “Signal aus Sachsen-Anhalt: Die Brandmauer, mit der die AfD ausgegrenzt wird, bröckelt. Langfristig wird sie nicht halten”

  • Der Michel sagt:

    Ein paar Jahre wird die Brandmauer schon noch halten. Bis dahin wird unser Land am Boden liegen, die Wirtschaft zerstört sein, die Energieversorgung zum Lotteriespiel verkommen, der Wohlstand bei einer reichen Gewinnerschicht konzetriert, während der Durchschnittsbürger stempen und Schlange stehen geht. Dann wird das Denken einsetzen und man wird eine politische Kraft willkommen heißen, die für die klassischen Werte steht, die Deutschland nach '45 zu einer führenden Wirtschaftskraft gemacht hat.

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