21. Oktober 2021
Rolf Hürzeler

Klimakonferenz in Glasgow: Die Produktion fossiler Brennstoffe steigt. Die Schere zwischen Politik und Realität öffnet sich weiter

Die Prognose ist nicht neu. Seit Jahren wird sie noch und noch prophezeit – und immer wieder ignoriert.

Die Produktion fossiler Brennstoffe steigt kontinuierlich weiter und erreicht erst in zehn Jahren ihren Höhepunkt trotz aller Sparprogramme in Europa und den USA.

Da kann der britische Premierminister Boris Johnson bei der Eröffnung der Uno-Klimakonferenz in Glasgow Ende Oktober lange «von einem Wendepunkt der Menschheit» sprechen.

Die Realität ist eine andere: Regierungen wollen bis im Jahr 2030 weltweit mehr als doppelt so viele Brennstoffe produzieren wie das Pariser Klimaabkommen zulässt. Das prophezeit ein soeben erschienener Bericht der Umweltorganisationen der Vereinten Nationen.

Die Schere zwischen der geplanten Brennstoffproduktion und dem propagierten 1,5-Grad-Grenzwert der Erderwärmung werde sich bis 2040 weiter öffnen.

Es fällt schwer, die Diskrepanz zwischen dieser Realität und den politischen Bekenntnissen nicht zynisch zu sehen: Die Grünen werden sich politisch am meisten freuen, können sie doch mindestens eine Dekade lang weiterhin vor dem Weltuntergang warnen und profitieren.

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