01. November 2021
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Wolfgang Koydl

Kanzlerin installiert Nachfolger: Wie Angela Merkel mit dem Schaulaufen von Olaf Scholz in Rom erneut die Demokratie missachtet

Das Grundgesetz lässt keinen Zweifel: Der Bundeskanzler wird vom Bundestag gewählt. Nirgendwo ist die Rede, dass er von der Vorgängerin gesalbt wird wie ein Kronprinz.

Doch genau dies tat Angela Merkel, als sie Olaf Scholz mit nahm zu ihren Treffen mit Joe Biden oder Boris Johnson.

Nun sind die Chancen, dass Scholz nächster Kanzler wird, grösser als die Aussichten auf einen Lottogewinn. Aber sicher ist es nicht.

Koalitionsgespräche können versanden, Regierung und Kanzler am Widerstand der Parteibasis oder der Abgeordneten scheitern.

Merkel ist es egal.

Egal, ob Biden einen Dritten mit am Tisch haben will.

Egal, ob Scholz an Muttis Hand den Diener machen will.

Egal, ob es der politische Gegner ist, den sie stolz vorzeigt.

Vor allem sind ihr demokratische Gepflogenheiten egal.

Volksvertreter wählen den Kanzler? Pah! Da schafft sie lieber selber Fakten.

Wer eine Ministerpräsidentenwahl rückgängig machen kann, der wird doch wohl auch den nächsten Kanzler bestimmen können?

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4 Kommentare zu “Kanzlerin installiert Nachfolger: Wie Angela Merkel mit dem Schaulaufen von Olaf Scholz in Rom erneut die Demokratie missachtet”

  • Meine Wahrnehmung sagt:

    Diese Person braucht den Vergleich mit Diktatoren nicht zu scheuen. An ihre 16 Jahre Macht, ist sie mit Täuschungen, Unwahrheiten, Wortbrüchen gekommen. Ich selber bin so ein Idiot gewesen und hatte sie 3 x gewählt.
    Andere Menschen würden mit dem was sie zu verantworten hat nicht mehr frei herumlaufen. Unter ihrer Machtstruktur reichte es schon, dass Menschen das Grundgesetz hochhielten um von Stasi- ähnlichen Schergen von der Straße verhaftet wurden u. Demos verboten. Nemesis, komm.

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  • AntonHofnarr sagt:

    Für mich ist es unverkennbar, daß Fr. Merkel mit sozialistischer Muttermilch großgezogen wurde. Der Traum nach der Wiedervereinigung, künftig gemeinsam in einem Land ohne sozialistische und entsprechend diktatorische Tendenzen, dafür mit einer starken D-Mark in einem vergleichsweise ruhigen Wohlstand leben zu können, ist geplatzt zu Lasten des weiteren Ausbaus eines "antifaschistischen Schutzwalls", insofern nähern wir uns immer schneller einer deutschen- und demokratiefeindlichen "DDR 2.0".

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  • Stefano430 sagt:

    Es war und es ist Frau Merkel völlig egal was das Volk will.Für sie sind wir alles unmündige Bürger.

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  • paolo.v sagt:

    Dabei hat sie die Verhandlungsposition der FDP geschwächt, vielleicht ihr Ziel?

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