08. Oktober 2021
Alles lesen
Matthias Rüb

In Kuba werden jetzt Kinder ab zwei Jahren gegen Corona geimpft. Die Karibik-Insel bereitet sich auf die touristische Haupt-Saison vor

Kuba lässt als erstes Land der Welt jetzt auch Kinder ab zwei Jahren gegen Corona impfen. Es ist das erklärte Ziel des kommunistischen Regimes, bis zum Jahresende die gesamte Bevölkerung von rund elf Millionen Menschen «durchzuimpfen». Bis Mitte November sollen 90 Prozent der Kubaner vollständig geimpft sein.

Kuba hat die Impfstoffe Soberana und Abdala entwickelt. Von der WHO werden sie bisher nicht anerkannt. Die klinischen Studien, wonach die Vakzine zu mehr als 90 Prozent wirksam sein sollen, wurden noch nicht publiziert.

Mitte November, rechtzeitig zu Beginn der Hauptreisesaison in der Karibik, will Havanna seine Grenzen für den internationalen Fremdenverkehr wieder öffnen. Der Tourismus machte 2019 knapp elf Prozent der Wirtschaftsleistung Kubas aus. Er ist die massgebliche Devisenquelle des Landes.

Der Totalausfall der Einnahmen aus dem Fremdenverkehr 2020 war eine wesentliche Ursache für die «Hungerproteste» vom vergangenen Juli. Es waren die grössten Demonstrationen seit Jahren.

Möglichst viele Devisenbringer sollen schon bald die «covid-freie» Destination Kuba wählen. Dafür müssen auch Kleinkinder, bei welchen Corona-Infektionen in aller Regel symptomfrei verlaufen, sich den Schuss in den Oberarm setzen lassen.

34 0
Loading the player...
«Daily Spezial»
16 Jahre Angela Merkel. Was sie gut machte. Ihr grösster Fehler. Deutschland heute: Eine Demokratie ohne Opposition

Schreiben Sie einen Kommentar

© Copyright 2021 - Weltwoche daily

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche-daily.ch dienen als Diskussionsplattform und sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird. Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels oder wo angebracht an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Persönlichkeitsverletzende und diskriminierende Äusserungen hingegen verstossen gegen unsere Richtlinien. Sie werden ebenso gelöscht wie Kommentare, die eine sexistische, beleidigende oder anstössige Ausdrucksweise verwenden. Beiträge kommerzieller Natur werden nicht freigegeben. Zu verzichten ist grundsätzlich auch auf Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen), wobei die Online-Redaktion mit Augenmass Ausnahmen zulassen kann.

Die Kommentarspalten sind artikelbezogen, die thematische Ausrichtung ist damit vorgegeben. Wir bitten Sie deshalb auf Beiträge zu verzichten, die nichts mit dem Inhalt des Artikels zu tun haben.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Unzulässig sind Wortmeldungen, die

  • Nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommerzieller Natur sind
  • andere Forumsteilnehmer persönlich beleidigen
  • einzelne Personen oder Gruppen aufgrund von Rasse, Ethnie oder Religion herabsetzen
  • in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • verächtliche Abänderungen von Namen oder Umschreibungen von Personen enthalten
  • mehr als einen externen Link enthalten
  • einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Online-Redaktion behält sich jedoch vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Es besteht grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.