12. Januar 2022
Beatrice Achterberg

Unterbezahlte Germanisten, Obacht! Katrin Göring-Eckardt (Grüne) ist vom Vorschlag einer «Parlamentspoetin» begeistert

Unterbezahlte Germanisten, Obacht! Eure Gunst der Stunde bahnt sich an: Die grüne Vizepräsidentin des Bundestags ist vom Vorschlag einer «Parlamentspoetin» begeistert!

Katrin Göring-Eckardt, die ehemalige Küchenhilfe und Studienabbrecherin, unterstützt die Idee von Kulturschaffenden. «Mit Poesie einen diskursiven Raum zwischen Parlament und lebendiger Sprache öffnen», so ihr Vorhaben.

Während die Mittelschicht aufgrund von Massnahmen und 2G-Terror zerbröselt, rüstet das Parlament im Sinne eines mittelalterlichen Hofstaats auf. Obwohl diese Höfische Gesellschaft, das Parlament um König Olaf, bereits aus allen Nähten platzt.

Trotzdessen darf ein Hofpoet, ein begnadeter Barde nicht fehlen. Die hohe Kunst, die uns von der Hofdichter- oder dichterin erwartet, wähnt verheissungsvoll.

Mit welchen lyrischen Genüssen könnte uns die Parlaments-Poetin entzücken?

Der Regisseur Dietrich Brüggemann gibt als Antwort auf Göring-Eckardts frohe Kunde einen Vorgeschmack:

«Damit uns Covid nicht vernichtet,
Ist jeder Bürger impfverpflichtet.»

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6 Kommentare zu “Unterbezahlte Germanisten, Obacht! Katrin Göring-Eckardt (Grüne) ist vom Vorschlag einer «Parlamentspoetin» begeistert”

  • onckel fritz sagt:

    «Damit uns Covid nicht vernichtet, Ist jeder Bürger impfverpflichtet.» Das könnte doch eine Ritterregel des Runkel von Rübenstein sein, s. „Mosaik von Hannes Hegen“. 😂

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  • Joerg Sulimma sagt:

    In unseren Zeiten der modernen Kreuzzüge für Klimareligion und absolute Gleichberechtigung aller Lebewesen ist die Besinnung auf Minnesänger*innen doch erste Pflicht des Königs! Narren gibt es schon viel zu viele bei Hofe! Wie sagte weiland Walther von der Vogelweide, Minnesänger und im Jahre des Herrn 1228 selbst Kreuzzugteilnehmer: "Minne, du lehrst auch betrübte Menschen, mit strahlenden Augen zu lachen." Vielleicht versteht das Volk so dann die weisen Entscheidungen bei Hofe besser...

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    • onckel fritz sagt:

      Laut Steingarts Morning Briefing heißt der Job in Canada im Original „parliamentary poet laureate“. Das erinnert doch das DDR-Kind in mir an das „Mosaik von Hannes Hegen“. In dieser Comicserie erleben die Protagonisten den „Chor der Schmeichler“ am Hof des Kaisers von Byzanz, dessen Reich bereits im Niedergang ist, nur ein, zwei Generationen vor der Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen.

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  • namsawam sagt:

    So eine Fachkraft mit halb-diskriminierendem Namen wählt sich natürlich ihre Aufgabenbereiche selbst! Schließlich sind ja alle anderen schon vergeben. -
    Raus aus den Medien!

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  • Der Michel sagt:

    Hat eigentlich jemnd eine Vorstellung, was eine solche Parlamentspoet*X_*in eigentlich tun sollte? Doch wohl nicht im Ernst Zweizeiler (Hände weg vom Limericks - die sind zu anspruchsvoll!) verfassen, um das "hohe Haus" zu beglücken?

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