24. September 2021
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Rolf Hürzeler

Kalte Winter-Nächte: Die Energie-Wende führt in Grossbritannien zu einem Gas-Notstand. Was nun, Boris Johnson?

Briten sehen sich diesen Winter mit dickem Pullover vor dem traditionellen fire place, ihrem Cheminée, schlottern.

Schuld daran ist eine Krise der nationalen Gas-Versorgung.

Der Engpass belegt anschaulich den Ziel-Konflikt zwischen Energie-Sicherheit und radikaler Umwelt-Politik: Europaweit gestiegene Erdgas-Preise führten zum Bankrott einer Reihe kleinerer britischer Gasanbieter. Diese konnten sich die teuren, hauptsächlich russischen Importe nicht mehr leisten – und fanden keine alternativen Anbieter.

Es rächt sich nun, dass die heimischen Gas-Produktion in Grossbritannien in den letzten Jahren heruntergefahren wurde: Gas aus Kohle-Kraftwerken gibt es kaum mehr, der Nuklear-Strom fehlt zur Gas-Produktion, der Strom aus den Windrädern ebenfalls, weil es zu wenig stürmte.

Premierminister Boris Johnson will sich an der Weltklima-Konferenz diesen November in Glasgow als Klima-Retter profilieren.

Hoffentlich hat er einen dicken Pullover aus schottischer Schafwolle im Gepäck.

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