29. November 2021
Thomas Renggli

In Zürich soll das Wort «Mohr» aus dem Stadtbild verschwinden. Schlager-Star Roberto Blanco findet dies absurd

Die Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch hat eine eigenwillige Prioritätensetzung. So sollten in der Altstadt zwei Inschriften an Häusern verschwinden, die das Wort «Mohr» enthalten.

Doch nun gerät der Prozess ins Stocken: Nachdem die Regierung eher überraschend auf ihren ursprünglichen Entschluss zurückgekommen ist und die Innschriften nur noch abdecken möchte, meldet sich der Denkmalschutz. Um an den besagten Liegenschaften etwas zu verändern, ist eine Baubewilligung nötig. Und diese unterstehen dem Rekurs-Verfahren, was fast zwangsläufig zu langen Verzögerungen führt.

Während diese absurde Diskussion längst nicht ausgestanden ist, vertritt Roberto Blanco, ewiger Schlagerstar mit farbenfrohen Wurzeln und Wohnsitz in der Schweiz, eine unkomplizierte Ansicht.

Er sagt: «Wieso sollte mich der Ausdruck Mohrenkopf beleidigen? In Deutschland gab es einen Schokolade-Produzenten, der Negerküsse verkaufte. Diese waren sehr beliebt – auch zu meinem Vorteil. Wenn ich geflirtet habe, fragte ich die Frauen jeweils: ‘Magst Du Negerküsse?’ Und sie sagten meistens: ‘Oh ja, ich liebe Negerküsse’. Davon habe ich schamlos profitiert. Wenn man heute die Mohrenkopf-Diskussion hört, denkt man, auf der Welt gebe es keine echten Probleme.»

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1 Kommentar zu “In Zürich soll das Wort «Mohr» aus dem Stadtbild verschwinden. Schlager-Star Roberto Blanco findet dies absurd”

  • Propagandastaatsfunk sagt:

    In Dresden wurden aus der Kunstsammlung Sachsens Kunstwerke umbenannt wegen dem selben Irrglauben und solch eine fanatische Minderheit will das ganze Volk umerziehen und ihm ihren Willen aufzwingen. Alles politisch gewollt und passt zur Plandemie Hetze.

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