20. September 2021
Norbert Bolz

Linke Aktivisten präparieren Kinder, damit sie in Talkshows die «richtigen» Fragen stellen. Wie erwachsen ist Deutschland?

1985 hat Herbert Grönemeyer das Lied «Kinder an die Macht» gesungen. Heute scheint sich sein Wunsch zu erfüllen. 

Schon lange fordern Linke ja eine Absenkung des Wahlalters. Jetzt sollen Oma und Opa, diese «Umweltsäue», ihre Stimme an die Enkel abgeben. 

Die öffentlich-rechtlichen Medien vermitteln den Eindruck, dass die politische Agenda von Fridays For Future, also den Gretas, Luisas und Rezos bestimmt wird. 

In Talkshows mit Publikumsbeteiligung gibt es ganz selbstverständlich ein Casting der Bürger, die die «richtigen» Fragen stellen. 

Das genügt heute aber nicht mehr – jetzt werden Kinder von linken Aktivisten präpariert, die ihnen buchstäblich vorsagen, was sie meinen sollen. Man kennt das ja noch aus der DDR und China. 

Die politisch-mediale Elite setzt immer mehr auf infantile Emotionalität: Von Kindern erwartet man nicht, dass sie argumentieren. Aber was sind schon Argumente gegen Wut und Tränen? 

Das Kindliche gilt als das Authentische. 

Man bringt den Kindern bei, die Erwachsenen anzuklagen und sich für Repräsentanten der Zukunft zu halten. Die Wahlen werden deshalb auch eine Antwort auf die Frage geben: Wie erwachsen ist Deutschland?

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1 Kommentar zu “Linke Aktivisten präparieren Kinder, damit sie in Talkshows die «richtigen» Fragen stellen. Wie erwachsen ist Deutschland?”

  • AntonHofnarr sagt:

    So wie sich diese sogenannten "Grünen" in den 1980er-Jahren propädophil zeigten (s. ggf. "https://www.focus.de/politik/deutschland/erste-ergebnisse-der-paedophilie-studie-forscher-enthuellen-so-kaempften-gruene-jahrelang-fuer-freien-kinder-sex_id_3077344.html"), so ist es jetzt eine andere praktizierte Art des Kindesmißbrauchs durch kranke, linke Irr- und Wirrköpfe. Bedauerlicherweise gibt es zu viele, die das offensichtlich befürworten, ansonsten würden sie denen nicht ihre Stimme geben.

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