30. November 2021
Anabel Schunke

In Norwegen ist der Weihnachts-Mann neuerdings schwul: Ho, ho, ho, fröhliche Weihnachten!

Welches Bild haben Sie im Kopf, wenn Sie sich den Weihnachtsmann vorstellen?

Wenn ich an Santa Claus denke, dann sieht er aus wie Sir Richard Attenborough in «Das Wunder von Manhattan»: Ein alter, dickbäuchiger Mann mit weissem Bart und einer herzlichen Ausstrahlung.

Worüber ich mir als Kind weniger Gedanken gemacht habe, war die sexuelle Ausrichtung des Weihnachtsmannes. Umso dankbarer bin ich, dass man in Norwegen nun auch dieses Geheimnis gelüftet hat.

Denn dort ist der Weihnachtsmann schwul, Sie haben richtig gehört.

Hinter dem Spot steckt die norwegische Post, die damit an den fünfzigsten Jahrestag der Entkriminalisierung von Homosexualität in Norwegen erinnert. Das Land verfügt bereits seit Anfang der Neunzigerjahre über eine der fortschrittlichsten LGBTQ-Gesetzgebungen in Europa.

Scheint, als hätten die Norweger gar keine Nachhilfe in Toleranz und Fortschrittlichkeit mehr nötig. Deshalb schlage ich vor, dass man beim nächsten Mal die Toleranz und Fortschrittlichkeit anderer Kulturen und Länder auf den Prüfstand stellen könnte.

Wie wäre es zum Beispiel mit zwei küssenden muslimischen Männern zum Ramadan? Wäre das nicht ebenfalls ein tolles Zeichen im Sinne der Vielfalt?

187 2

2 Kommentare zu “In Norwegen ist der Weihnachts-Mann neuerdings schwul: Ho, ho, ho, fröhliche Weihnachten!”

  • AntonHofnarr sagt:

    Zum letzten Absatz: ich hielte es generell für angebracht, wenn wir (westlich geprägte Europäer) Toleranz im gleichen Maße einfordern, wie wir sie nach Maßgabe der Gutmenscher gewähren sollen. Aber letztlich wird wohl wieder gelten (ich zitiere aus einem Lied, dessen Titel und Interpret mir leider entfallen ist): "Die Toleranz, die ist das Soll, zwar nie erreicht, doch bedeutungsvoll".

    18
    1

Schreiben Sie einen Kommentar

© Copyright 2022 - Weltwoche daily

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche-daily.ch dienen als Diskussionsplattform und sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird. Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels oder wo angebracht an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Persönlichkeitsverletzende und diskriminierende Äusserungen hingegen verstossen gegen unsere Richtlinien. Sie werden ebenso gelöscht wie Kommentare, die eine sexistische, beleidigende oder anstössige Ausdrucksweise verwenden. Beiträge kommerzieller Natur werden nicht freigegeben. Zu verzichten ist grundsätzlich auch auf Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen), wobei die Online-Redaktion mit Augenmass Ausnahmen zulassen kann.

Die Kommentarspalten sind artikelbezogen, die thematische Ausrichtung ist damit vorgegeben. Wir bitten Sie deshalb auf Beiträge zu verzichten, die nichts mit dem Inhalt des Artikels zu tun haben.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Unzulässig sind Wortmeldungen, die

  • Nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommerzieller Natur sind
  • andere Forumsteilnehmer persönlich beleidigen
  • einzelne Personen oder Gruppen aufgrund von Rasse, Ethnie oder Religion herabsetzen
  • in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • verächtliche Abänderungen von Namen oder Umschreibungen von Personen enthalten
  • mehr als einen externen Link enthalten
  • einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Online-Redaktion behält sich jedoch vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Es besteht grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.