21. Oktober 2021
Birgit Kelle

In einem Studentenwohnheim in Ohio sind empfindsame Seelen verstört, weil ihnen eine «cis-männliche Person» die Heizung repariert. Ein «Danke» hätte gereicht

Wenn die Heizung kaputt ist, wollen Sie dann, dass jemand kommt, der sie reparieren kann oder vor allen Dingen keine «cis-männliche Person»?

Man sollte meinen, dass es frierenden Menschen egal ist, wer die Heizung repariert. Aber so denken nur sexistische Ignoranten, nicht aber die empfindsamen Seelen, die im Studentenwohnheim am amerikanischen Oberlin College in Ohio die «safe space»- Etagen für Frauen und Transpersonen bewohnen.

Gerade ist man dort «verärgert, verängstigt und verstört», weil es die Universität gewagt hatte, die Installateure nicht nach Geschlechter-Quote, sondern nach Kriterien wie Fähigkeit oder Verfügbarkeit einzubestellen.

Immerhin zahlt man 80.000 Dollar Schulgeld im Jahr. Ein einfaches «Danke» hätte gereicht, stattdessen empört man sich medial über die Ungeheuerlichkeit des Installateur-Testosterons.

Nun weiss ich nicht, wie viele fähige, lesbische Trans-Installateur*innen in Ohio aufzutreiben gewesen wären, aber ich bin sicher, mit ein bisschen Mühe hätte man eine unterbezahlte Fachkraft gefunden, die den verängstigten Wohlstandsweibchen nicht nur beim Einheizen, sondern auch optisch und emotional entgegenkommt.

Stattdessen hat man empörender Weise nur einen qualifizierten Mann mit sauberem Polo-Shirt bekommen, der auch noch drohte, in einer Woche freiwillig wieder zu kommen, um zu prüfen, ob wirklich alles funktioniert. Ja wirklich, skandalös!

Der Mann wäre in Deutschland auf Jahre ausgebucht. Ich besorg mir jetzt seine Nummer.

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2 Kommentare zu “In einem Studentenwohnheim in Ohio sind empfindsame Seelen verstört, weil ihnen eine «cis-männliche Person» die Heizung repariert. Ein «Danke» hätte gereicht”

  • onckel fritz sagt:

    „Immerhin zahlt man (?) $ 80.000 p.a.“ Doch bestimmt nicht diese Trullas und Tunt:innen selbst, sondern deren betuchte Eltern, sonst wäre schnell Schluss mit derartigen cerebralen Flatulenzen. Dürfen biologisch und phänotypisch männliche Männer jetzt nicht mal mehr Gas, Wasser, Schei...? Soll der Mann sich mit Röckchen, Netzstrümpfen und Stilettos als Hilda, die heiße Heizungsmonteuse verkleiden? Ist denn schon 11.11. und die Zeit der „witzischen“ Männerballetts?

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  • Der Michel sagt:

    Man ist versucht zu lachen - es würde aber unweigerlich in einem Schreikrampf enden.

    Und liebe Frau Kelle: Die Fahrtkosten des guten Mannes, falls er denn einen Termin für Ihre Heizung hätte (und falls man ihn in unser Freiluft-Irrenhaus einreisen ließe wegen des hohen C und so - womöglich ist er ja nicht "immunisiert"???), würden Sie vermutlich nicht bezahlen wollen... Und stellen Sie sich vor, er würde auch bei Ihner Heizung nach einer Woche zur Kontrolle vorbeischauen wollen!

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