06. Oktober 2021
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Matthias Rüb

Impf-Pflicht im Vatikan: Drei Angehörige der Schweizer-Garde werden vom Dienst entfernt, weil sie sich nicht impfen lassen wollen

Nachricht auf Vatican News, dem Medienportal des Heiligen Stuhls, vom 4. Oktober: «Schweizergarde passt sich Anti-Covid-Massnahmen an».

Weil drei Mitglieder der Garde der vom Kirchenstaat verfügten Impfpflicht nicht hatten nachkommen wollen, hätten sie das Korps «aus freiem Willen» verlassen, heisst es in dem Text. Oder direkter formuliert: Sie wurden nach Hause geschickt.

Der Tagesanzeiger berichtet über den Vorgang wie folgt: «Sie hatten geschworen, dem Papst zu dienen und, wenn nötig, ihm ihr Leben zu opfern. Aber offenbar nicht in jedem Fall: Drei Schweizer Gardisten haben den Eid, den sie bei der Einberufung geleistet hatten, widerrufen, um sich der Corona-Impfpflicht zu entziehen.»

Diese Behauptung ist unwahr und infam. 

Die Bereitschaft, sein Leben für jenes des Papstes zu geben, wird nicht berührt oder gar annulliert von der Entscheidung, sich nicht impfen zu lassen.

Die vatikanische Kongregation für die Glaubenslehre hat am 21. Dezember 2020 festgestellt, dass die Impfung gegen Covid-19 «in der Regel keine moralische Pflicht darstellt, und dass sie deshalb freiwillig sein muss».

Nicht die drei Schweizergardisten haben gegen die Feststellung der höchsten Glaubensdoktrinäre der Weltkirche verstossen.

Sondern Papst Franziskus, der als absoluter Monarch für alle im Vatikan eben doch eine faktische Impfpflicht verhängt hat.

Die drei aus dem Ehrendienst für den Papst entfernten Gardisten verdienen Anerkennung und Respekt für ihre Gewissensentscheidung.

Stattdessen werden sie von Journalisten daheim diffamiert. 

Diese Schreibtischrichter sollten sich schämen. Nicht die drei Gardisten.

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