20. September 2021
Birgit Kelle

Im Taliban-Kabinett sitzen nur bärtige Männer mit grossem Strafregister. Was bedeutet das für die «Taliban*innen»?

Hatten die Herren Taliban nicht erst versprochen, eine «inklusive» Regierung zu bilden?

Kurz poppte der feuchte Traum deutscher Genderfeministinnen, die «Taliban*innen» hätten die Millionenbeträge, die der Deutsche Bundestag nach Kabul sendete, um Studien zu Gender Mainstreaming zu ermöglichen, emanzipatorisch genutzt.

Dann waren aber leider doch nur alte schwarze Männer mit Bart und grossem Strafregister im neuen Taliban-Kabinett und wir wissen nicht, ob auch nur einer von ihnen sich non-binär oder wenigstens bisexuelle identifiziert.

Stattdessen ist nun das Frauenministerium in Büros für die religiöse Sittenpolizei umgewandelt worden und Bildungsminister Abdul Baqi Haqqani hat die Geschlechtertrennung an Universitäten wieder eingeführt.

Zudem wurde der Unterricht für Mädchen ab zwölf Jahren vorerst annulliert und überhaupt dürfen nur noch Frauen andere Frauen unterrichten, was bald dazu führen wird, dass es keine Lehrerinnen mehr gibt und der Unterricht eingestellt wird. Erste Bilder von Frauen, die wie schwarze Mumien in Bankreihen sitzen, erreichen uns aus Kabul.

Man muss ja nur die Begriffe «Frauen und Männer» durch «Schwarze und Weisse» einmal gedanklich ersetzen und dann fragen, wie lange man im freien Westen die Geschlechterapartheit des Islam noch relativieren will.

Schwarz ist das bunt des Islam.

Man sagt die Inuit hätten 400 Begriffe für das Weiss des Schnees, die Afghanin darf jetzt für den Niqab die Fifty Shades of Black ausprobieren.

148 1

1 Kommentar zu “Im Taliban-Kabinett sitzen nur bärtige Männer mit grossem Strafregister. Was bedeutet das für die «Taliban*innen»?”

  • lieserl 65 sagt:

    Ich weiß gar nicht, warum unsere Politiker inzwischen dauernd meinen, sie müssten unser Geld in Ländern investieren und sich in deren Politik einmischen, die das alle gar nicht wollen. Also das Einmischen, das Geld nehmen sie selbstverständlich gerne. Werden nicht unsere Politiker von uns bezahlt, damit sie die Interessen unseres Landes vertreten, unseren Flutopfern helfen, unseren Frauen helfen, sich wirklich zu entwickeln und ihre Stärken zu fördern.

    52
    0

Schreiben Sie einen Kommentar

© Copyright 2021 - Weltwoche daily

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche-daily.ch dienen als Diskussionsplattform und sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird. Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels oder wo angebracht an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Persönlichkeitsverletzende und diskriminierende Äusserungen hingegen verstossen gegen unsere Richtlinien. Sie werden ebenso gelöscht wie Kommentare, die eine sexistische, beleidigende oder anstössige Ausdrucksweise verwenden. Beiträge kommerzieller Natur werden nicht freigegeben. Zu verzichten ist grundsätzlich auch auf Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen), wobei die Online-Redaktion mit Augenmass Ausnahmen zulassen kann.

Die Kommentarspalten sind artikelbezogen, die thematische Ausrichtung ist damit vorgegeben. Wir bitten Sie deshalb auf Beiträge zu verzichten, die nichts mit dem Inhalt des Artikels zu tun haben.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Unzulässig sind Wortmeldungen, die

  • Nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommerzieller Natur sind
  • andere Forumsteilnehmer persönlich beleidigen
  • einzelne Personen oder Gruppen aufgrund von Rasse, Ethnie oder Religion herabsetzen
  • in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • verächtliche Abänderungen von Namen oder Umschreibungen von Personen enthalten
  • mehr als einen externen Link enthalten
  • einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Online-Redaktion behält sich jedoch vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Es besteht grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.