27. September 2021
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Wolfgang Koydl

Deutsche Wahlen kompakt: Sechs Parteien, sechs Ratschläge, ein trauriges Ergebnis

SPD: Geniess den Abend, Olaf! Ab Montag gilt Friedrich Schiller. «Fiesco», dritter Akt, vierter Aufzug: «Der Mohr hat seine Arbeit getan, der Mohr kann gehen.» Auftritt Kevin, Saskia & Co.

Union: Lernt Italienisch! Unter der Democracia Cristiana öffnete sich schon bei 30 Prozent die Falltür in den Abgrund. Was für ein Erbe wurde verspielt. Danke, Angela.

Grüne: Alles ist relativ, oder: grünes Paradox: Stimmen beinahe verdoppelt, trotzdem gefühlt ein Verlierer. Danke, Annalena.

Linke: Wie sagte Wilhelm Busch? «Wenn einer, der mit Mühe kaum, gekrochen ist auf einen Baum, schon meint, dass er ein Vöglein wär – so irrt sich der.» Wissler – wer? Henning-Wellsow? Wo war Sahra?

FDP: Schlag nach bei Shakespeare! Auch der Königsmacher ist abhängig von der Gunst des Königs, dem er auf den Thron hilft.

AfD: Holt das Popcorn raus, lehnt euch zurück und geniesst das Spektakel. Das Beste kommt noch.

Deutschland: Sorry, Leute. Auch in die vermeintlich neue Zeit führt das alte Personal.

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«Daily Spezial»
16 Jahre Angela Merkel. Was sie gut machte. Ihr grösster Fehler. Deutschland heute: Eine Demokratie ohne Opposition

2 Kommentare zu “Deutsche Wahlen kompakt: Sechs Parteien, sechs Ratschläge, ein trauriges Ergebnis”

  • AntonHofnarr sagt:

    Ist natürlich hypothetisch, aber ... wo wäre er und seine Partei, wenn er sich nicht den sattsam bekannten Lacher geleistet hätte? Ich behaupte mal, auch wenn ich es nicht beweisen kann, die Union wäre locker bei 30 plus x Prozent, hätte er in diesem Moment nicht vergessen, daß einer wie er eigentlich immer und überall unter Beobachtung steht (Verzeihung für die Vielzahl von Konjunktiven).

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  • onckel fritz sagt:

    Die deutschen Wähler wollten nach 16 J. Murksel eine Veränderung, aber bloß nicht die bösen Blauen, sind Nazis, weiß doch jeder! Also wählt man zur Abwechslung mal SPD, egal, ob die die meiste Zeit mitregiert haben. Grün? „Es war schon immer etwas teurer, einen besonderen Geschmack zu haben.“, so früher die TV-Werbung.

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