31. August 2021
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Rolf Hürzeler

Grossbritannien fliegt lieber 150 Hunde und Katzen aus Afghanistan aus, statt sich um die eigenen Leute zu kümmern

Die Briten sind ein tierliebendes Volk. Hunde und Katzen sind seit jeher die Accessoires gutmeinender Menschen.

In dieser Tradition hat der Ex-Marinesoldat Paul «Pen» Farthing eine beispiellose Kampagne losgetreten, um mehr als gerettete 150 Haustiere aus Afghanistan nach England zu fliegen.

Während die Strategen des Verteidigungsministeriums verzweifelt versuchten, möglichst vielen gefährdeten Landsleute aus Kabul zu helfen, trommelte Farthing in den Sozialen Medien für die Heimkehr seiner Tiere aus dem heissen Afghanistan in das kühl-nasse Grossbritannien: «Sie drohen sonst auszutrocknen.»

Diese Verantwortung wollte kein Beamter auf sich nehmen, schon gar nicht als Farthing einen von ihnen telefonisch aufs Übelste beschimpfte und drohte, ihn in der Öffentlichkeit blosszustellen.

Nur kein herzloser Mensch zu sein, mag sich der Mann gedacht haben, das schadet der Karriere. Farthing und seine Tiere konnte in einem der letzten Flüge ins Königreich fliegen.

Einige Briten und viele Afghanen, die ihnen geholfen hatten, mussten zurückbleiben.

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