12. November 2021
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Nena Schink

Die Impfpflicht wird von allen Seiten beworben. Sind wir wirklich so freiheitsfaul?

Wer für die Impfplicht ist, ist gegen die Freiheit.

Das mag ein gewissen Pathos enthalten, aber ich halte allein die Diskussion einer Impfpflicht für eine aufgeklärte Gesellschaft für unwürdig.

Die moralische Überheblichkeit von einem Grossteil der Bevölkerung gegenüber den Menschen, die sich nicht impfen lassen wollen, muss aufhören.

Damit stehe ich aktuell ziemlich allein da.

Für die Impfplicht wird mittlerweile von allen Seiten geworden.

Laut einer Forsa Umfrage sind 57 Prozent der Deutschen für eine Impfpflicht. Wie kann das sein?

Wann sind wir Deutschen so freiheitsfaul geworden?

Die Impf-Entscheidung muss eine persönliche bleiben! Keine staatliche!

Ich verabscheue wenig mehr als die Maskenpflicht. Dennoch würde ich die Maske weiterhin tragen, wenn im Gegenzug keine Impfpflicht eingeführt würde.

Was ich jetzt noch erwähnen muss, damit mein Kommentar nicht in einem Shitstorm endet: Ich bin geimpft. Meine erste Biontech Impfung hatte ich am 20. Mai. Die zweite am 02. Juli.

Hoffentlich beweist meine Genauigkeit, dass ich keine Impfgegnerin bin. Oder gar eine Verschwörungstheoretikerin.

Sonst Gnade mir Gott und ich werde zur Ausgestossenen!

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6 Kommentare zu “Die Impfpflicht wird von allen Seiten beworben. Sind wir wirklich so freiheitsfaul?”

  • Joerg Sulimma sagt:

    Liebe Frau Schink, Sie stehen nicht allein da, ich bin ganz bei Ihnen! Auch ich bin geimpft, wegen einer dauerhaften Immunsupprimierung sogar schon ein drittes Mal. Ich bin aber dezidiert gegen jede auch noch so versteckte Form einer Impfpflicht. Als Jurist auf dem Boden unseres Grundgesetzes kann ich gar keine andere Meinung vertreten. Freiheit und Eigenverantwortung sind gerade bei dieser so weitgehenden Entscheidung das oberste Gebot! Wenn diese Auffassung Verschwörung ist, dann gute Nacht!

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  • onckel fritz sagt:

    Verehrte Frau Schink, ich wünsche Ihnen von Herzen, dass Ihr noch junges Immunsystem diese genbasierte Behandlung zzgl. der üblichen saisonalen Infekte gut und ohne gravierende Nebenwirkungen wegsteckt und dass sie nicht nur dem indirekten Zwang des „Impfen macht frei!“ gefolgt sind. Dieser Freigang vom Coronaknast endet für Sie vermutlich im April 2022, dann dürfen Sie sich „boostern“ lassen.

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    • onckel fritz sagt:

      Ergänzung: Ihre Meinung zur Impfpflicht dürfen Sie unabhängig von Ihren Gesundheits- und Impfdaten vertreten, die alle anderen den sprichwörtlichen feuchten Staub angehen. Das für alle selbsternannten Hilfsbüttel auf 50m Entfernung sichtbarste Zeichen der Unterwerfung ist das Gesichtskondom, der neue Gesslerhut. Der Impfpass ist dann der neue Ariernachweis. Machen Sie sich gerade!

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  • Der Michel sagt:

    "Dennoch würde ich die Maske weiterhin tragen, wenn im Gegenzug keine Impfpflicht eingeführt würde."

    Bereits dieses "Friedensangebot" ist zu viel. Keine Impfpflicht, und Maskenpflicht nur dann und dort, wenn/wo - endlich! - evidenzbasiert belastbar erwiesen ist, dass der Nutzen die Schäden überwiegt. (Sagt einer, der die Maske trotz Atemnot dort trägt, wo es eben verlangt wird - wenn auch mit einer Faust im Sack.)

    Ansonsten volle Zustimmung! Bei einem Shitstorm gebe ich Ihnen Rückendeckung.

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  • AntonHofnarr sagt:

    Es gibt Menschen, die - aus diversen Gründen - eine Impfung nicht vertragen, was unterschiedlichste/schlimmste Auswirkungen zur Folge haben kann. Darüber hinaus gibt es auch Menschen, die eine Impfpflicht fordern und diese vielleicht sogar politisch durchsetzen könnten. Was denn, wenn genau letztere in die PERSÖNLICHE Verantwortung gezogen würden bei einem etwaigen Impfversagen (klar, sie könnten das, was sie mit einem Impfdiktat u.U. angerichtet hätten, nicht mehr gut- bzw. rückgängig machen) ?

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  • Manuela1973 sagt:

    "Wann sind wir Deutschen so freiheitsfaul geworden?"
    Ahja? Mich wundert eher, dass nur 57 % dafür sind. Die deutsche Geschichte ist eher geprägt von Untertanentum als von Freiheitssinn. Anders kann man sich Heinrich Manns' Charakterstudie "Der Untertan", erschienen 1918, nicht erklären.

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