11. November 2021
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Birgit Kelle

Frau-sein schützt vor Strafe nicht – das musste soeben eine IS-Rückkehrerin erfahren. Zu recht!

Frauen können auch Kriegsverbrechen begehen. Gleichberechtigung von ihrer bösen Seite.

Doch obwohl das ZDF in den heissen Tagen des Afghanistan-Abzugs brav «Taliban*Innen» genderte, tut man sich hierzulande schwer, mit der gleichen Verve IS-Kämpferinnen als das zu benennen, was sie sind: Kriegsverbrecherinnen. Mittäterinnen, Terroristinnen. Rein weiblich geschrieben.

Umso wichtiger ein gerade gefälltes Urteil des Oberlandesgerichtes Frankfurt gegen eine 32-jährige IS-Rückkehrerin, die an der Seite ihres IS-Mannes nach Syrien zog und jetzt zu vier Jahren Haft wegen Kriegsverbrechen und Waffenbesitz verurteilt wurde.

Frau-sein schützt vor Strafe nicht.

Schon gar nicht, wenn man sich aufmacht, um in Syrien und Afghanistan für die Herren IS-Kämpfer Suppe zu kochen und Kinder zu gebären.

Wer die Frau ernst nimmt, muss und darf ihr die Verantwortung für ihr Handeln auch voll zuschreiben.

Die 32-Jährige liess sich vom IS bezahlen und versuchte in Chat-Räumen auch andere Frauen mit blumigen Geschichten vom Kalifat nach Syrien zu locken.

Lange ist man sanft umgegangen mit jenen Frauen, die sich mit wehenden Fahnen IS-Kämpfern anschlossen, um dann nach dem harten Aufprall in der Realität als IS-Frau anschliessend darum zu betteln, nach Deutschland ins Warme zurück zu dürfen, samt Kinderschar und angeblich ohne Schuld.

Auch Frauen dienen dem Bösen. Gut, wenn das auch deutsche Gerichte endlich begreifen.

Offen bleibt: Was wird sie nach den vier Jahren tun, wo doch explizit vor Gericht festgehalten wurde, dass sie sich «nicht von dem islamistischen Gedankengut gelöst» hat?

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4 Kommentare zu “Frau-sein schützt vor Strafe nicht – das musste soeben eine IS-Rückkehrerin erfahren. Zu recht!”

  • lieserl 65 sagt:

    Das ist ja mal eine gute Nachricht, dass die gleichberechtigten Frauen sich nicht mehr hinter der weiblichen Schwäche verstecken können. Ich bin gern eine schwache Frau in diesen Themen. Grundsätzlich sind wir alle gleichwertig, aber eben nicht gleich.
    Warum fällt es den Frauen so schwer, den für jede persönlich vorgesehenen Platz einzunehmen? Warum müssen gerade bei uns in Deutschland immer irgendwelche Freiheitskämpferinnen vehement für eine Freiheit kämpfen, die überhaupt niemand haben will?

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  • Propagandastaatsfunk sagt:

    Sie wird spätesten nach zwei Jahren Stuhlkreistherapie in den offenen Vollzug wechseln und vielleicht dann wieder mit ihren IS-Kämpfern Kontakt aufnehmen und im besten Deutschland Frieden stiften.

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  • onckel fritz sagt:

    „Das Gesetz sieht in folgenden weiteren Fällen einen Verlust der Staatsangehörigkeit vor: ... freiwilliger Eintritt ohne Zustimmung der zuständigen Behörde in den Dienst von Streitkräften oder vergleichbaren bewaffneten Verbänden eines ausländischen Staates, dessen Staatsangehörigkeit der oder die Betroffene ebenfalls besitzt.“ Quelle: Seite der Bundesregierung. Die Damen sind freiwillig zum IS und seinen „Kriegern“ gegangen und mögen da auch bleiben. Nicht mehr auf meine Kosten durchfüttern!

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  • Joerg Sulimma sagt:

    ...für eine Juristen gibt es da nur eines: "anschließende Sicherheitsverwahrung"!

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