23. November 2021
Zara Riffler

Feministisches Pinkeln: Dem Welt-Toilettentag entsprang ein Pissoir für Frauen. Das «Missior» ist aber nicht nur dysfunktional, sondern höchst diskriminierend

Am Welttoilettentag wurde in Berlin das Pissoir für Frauen eingerichtet.

Dieses «Missior» ist zwar in der Praxis völlig dysfunktional, weil Frauen in der Hocke ohne Toilettenschüssel sich bloss selbst nass machen. Aber in der postfeministischen Theorie bekämpft es erfolgreich die Männerherrschaft.

Denn Frauen sind sogar beim Urinieren benachteiligt – wussten Sie das nicht?

Die weisse, alte Toilettenschüssel verkörpert das böse Patriarchat. Durch das Missoir sind alle Frauen nun gleichgestellt.

Oder anders: Der Welttoilettentag ist der neue Weltfrauentag.

Toilettenreformen, welch ein bahnbrechender Fortschritt. Dagegen sind Gesetzreformen von gestern, das Gleichberechtigungsgesetz sogar von 1958 – fast lächerlich.

Und damit es sich so richtig «feministisch» urinieren lässt: Bitte als Urinierhilfe eine «Pipirutsche» benutzten. Weil wenn jetzt noch Frauen pinkeln als hätte sie einen Penis, bedarf es nicht mal mehr Quoten!

Frauen pinkeln einfach gegen das Patriarchat.

Doch wieso eigenltich nur ein gesondertes Pissoir für Frauen? Was ist mit den anderen 72 Geschlechtern? Müsste nicht ein diversistisches Pinkeln her?

Daher: Bitte auch ein «Diversoir» für alle Nicht-binären und Genderqueeren. Aber keine Sorge, der nächste Welttoilettentag kommt bestimmt.

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2 Kommentare zu “Feministisches Pinkeln: Dem Welt-Toilettentag entsprang ein Pissoir für Frauen. Das «Missior» ist aber nicht nur dysfunktional, sondern höchst diskriminierend”

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