23. September 2021
Wolfgang Koydl

Essen ist Rassistisch! So lautet das Urteil einer amerikanischen Juristin über Frankreichs Haute cuisine

Wer wäre besser qualifiziert, ein Urteil über französische Kochkunst zu fällen als eine amerikanische Juristin?

Sagte sich Mathilde Cohen von der Universität Connecticut und lüftete den Deckel.

Was hervorquoll, verschlug ihr den Atem: Übelriechender, ekliger Rassismus.

Französisches Essen verstärke «Weiss-Sein als dominierende rassische Identität», teilte sie Zuhörern an der Pariser Elite-Uni Sciences Po mit.

Warum nur sind wir nicht mehr überrascht?

Choucroute, Baguette, Reis, Hühnerbrust und Crème bavaroise, ganz zu schweigen von einer leckeren Blancmange – sollen sie uns im Hals stecken bleiben?

Das ist erst der nächste Schritt, zunächst muss das Erbe grosser Chefs von Auguste Escoffier bis Paul Bocuse püriert werden. Denn die hätten «imperialistisch-kolonialistisch» gekocht.

Verwerflicher sind nur noch die Tischsitten, weltweit brutal durchgedrückt von Europas weisser Mittelklasse: Besteck statt Finger, Tisch statt Fussboden. Wie kann man nur?

Wie gut, dass man da in Connecticut schon weiter ist: Burger, Hotdogs und Pizzas werden im Gehen verzehrt. Und mit blossen Händen.

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