30. August 2021
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Wolfgang Koydl

Erste Debatte der drei deutschen Kanzler-Kandidaten: Wir hätten doch besser den Tatort schauen sollen

Deutschland hat 83 Millionen Einwohner. Rechnet man Minderjährige ab, bleiben 70 Millionen Menschen, die nach Recht und Gesetz ins Bundeskanzleramt einziehen könnten.

Theoretisch also eine reiche Auswahl.

Warum treten dann nur diese drei Personen an – Armin Laschet, Olaf Scholz und Annalena Baerbock? Gab´s wirklich keine besseren?

Diese Frage werden sich viele Zuschauer gestellt haben, die im Fernsehen die erste Debatte der drei Kandidaten verfolgten.

Wer nicht eindösen wollte, schaltete lieber auf den Tatort um.

Wenn das ein Gladiatoren-Gefecht sein sollte, dann kämpften die Kontrahenten nicht mit scharfen Waffen, sondern mit leeren Worthülsen aus Pappe. Hier tauschten sich drei Elite-Politiker in jenen blutleeren Floskeln auf, bei denen die Bürger reflexhaft abschalten.

Wer durchhielt und sich durch den zähen Wortbrei frass, gelangte zu einer niederschmetternden Erkenntnis: Nicht nur die Floskeln ähneln sich, sondern auch die Parteien und ihre Programme.

Siegerin des Abends? Angela Merkel. Es bleibt alternativlos.

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16 Jahre Angela Merkel. Was sie gut machte. Ihr grösster Fehler. Deutschland heute: Eine Demokratie ohne Opposition

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