01. November 2021
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Florian Schwab

Die Mehrheit der Schweizer will keine höheren Öko-Abgaben. Klima-Professor Knutti hantiert mit dem Werkzeugkasten der autoritären Volkserziehung

Was sich bei der Ablehnung des CO2-Gesetzes im Juni gezeigt hat, wird jetzt nochmals deutlich. Laut einer repräsentativen Umfrage der Sonntags-Zeitung (Titel: «Junge und SVP-Wähler wollen nicht zahlen») sind rund 60% der Stimmbürger nicht oder nur in geringem Ausmass bereit, «freiwillige» Klima-Zusatzkosten auf Benzin (67%), Heizöl (60%), Flugreisen (57%) oder Kleidung (56%) zu bezahlen.

Für Klima-Professor Reto Knutti von der ETH ist dies, wie er in derselben Ausgabe sagt, «ernüchternd» und «frustrierend wenig». So weit, so gut.

Aufhorchen lässt aber der Plan B des Professors: Wenn die Leute nicht wollen, dann muss man sie in ihrem Konsum-Verhalten so raffiniert manipulieren, dass sie es nicht merken.

Beispiel: Alle Stromkunden standardmässig auf Öko-Strom setzen, denn, so weiss der Professor, «die Menschen sind träge». Gebe man ihnen «eine einfache und attraktive grüne Alternative vor, dann nehmen sie das gern».

Das autoritäre Menschenbild des Volkserziehers Reto Knutti lässt sich nur schwer mit Freiheit und Demokratie in Einklang bringen: Wenn die Stimmbürger keine höheren Klima-Abgaben wollen, dann ist das zu akzeptieren. Punkt.

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1 Kommentar zu “Die Mehrheit der Schweizer will keine höheren Öko-Abgaben. Klima-Professor Knutti hantiert mit dem Werkzeugkasten der autoritären Volkserziehung”

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