06. Oktober 2021
Wolfgang Koydl

In der Brigitte fordert eine Biologin, dass nur noch Frauen Männer wählen dürfen. Dann würden halt 80 Prozent der Männer leer ausgehen – aber egal

Sie ist der Schrecken aller Tanzveranstaltungen: Die Damenwahl. Mancher Mann nähme da gern Reissaus.

Nun soll der Schrecken ausgeweitet werden – auf die Partnerwahl. Für eine Nacht, den Lebensabschnitt oder, wer’s denn will, für immer.

Female Choice heisst der Ansatz, mit dem Brigitte, Zentralorgan der deutschen Frau, die Leserinnen überrascht.

Nur Frauen sollen Männer wählen dürfen, nie umgekehrt, fordert die Biologin Meike Stoverock. So oft sie wollen: «Mit verschiedenen Männern Spass zu haben, klingt für mich extrem erstrebenswert.»

Zwar gingen 80 Prozent der Männer bei dem Procedere leer aus, weil sie die Anforderungen nicht erfüllen. Doch wenn man schon kleinen Jungen eintrichtere, dass das ganz normal sei, «nehmen wir die Schärfe aus der Kränkung».

Eine Frage lässt die Biologin offen. Kann der erwählte Mann die Ehre ablehnen? Oder muss er ran?

Stoverock hätte übrigens am liebsten Barack Obama. Gekriegt hat sie den Irokesen-Blogger Sascha Lobo, mit dem sie verheiratet war.

Irgendwas ist da wohl schiefgelaufen.

101 0
Loading the player...
«Daily Spezial»
16 Jahre Angela Merkel. Was sie gut machte. Ihr grösster Fehler. Deutschland heute: Eine Demokratie ohne Opposition

3 Kommentare zu “In der Brigitte fordert eine Biologin, dass nur noch Frauen Männer wählen dürfen. Dann würden halt 80 Prozent der Männer leer ausgehen – aber egal”

  • RagnarDanneskjold sagt:

    Hätte die Dame mal in der Schule im Fach (Sozio-)Biologie besser aufgepasst, dann wüsste sie:
    Frauen wählen Männer aus! Das ist in der Natur schlicht eine Tatsache.
    Wer es nicht glaubt, bitte ein beliebiges Handbuch der Soziobiologie zu Rate ziehen.
    Jeder blamiert sich selber so gut er kann!!!

    3
    0
  • onckel fritz sagt:

    Ich kenne die Dame oder deren Elaborate nicht, aber aufgrund der referierten Äußerungen hätten Herr Lobo und Frau Stoverock einander verdient 🙂 Die Frau wählt den Mann aus unter den Vielen, die bei ihr „vortanzen“ dürfen. Schon immer, und auch ohne die Ratschläge der Brigitte. In der veröffentlichten Meinung ist der fremdgehende Mann der böse Egoist und Macho, die polyamore Frau, die dies auch noch öffentlich zelebriert, gilt als emanzipiert.

    4
    0
  • Der Michel sagt:

    Immerhin *hat* sie einen gekriegt. Hätte ich nicht geglaubt, bei solchen Hirn... pardon: Ideen.

    5
    0

Schreiben Sie einen Kommentar

© Copyright 2021 - Weltwoche daily

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche-daily.ch dienen als Diskussionsplattform und sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird. Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels oder wo angebracht an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Persönlichkeitsverletzende und diskriminierende Äusserungen hingegen verstossen gegen unsere Richtlinien. Sie werden ebenso gelöscht wie Kommentare, die eine sexistische, beleidigende oder anstössige Ausdrucksweise verwenden. Beiträge kommerzieller Natur werden nicht freigegeben. Zu verzichten ist grundsätzlich auch auf Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen), wobei die Online-Redaktion mit Augenmass Ausnahmen zulassen kann.

Die Kommentarspalten sind artikelbezogen, die thematische Ausrichtung ist damit vorgegeben. Wir bitten Sie deshalb auf Beiträge zu verzichten, die nichts mit dem Inhalt des Artikels zu tun haben.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Unzulässig sind Wortmeldungen, die

  • Nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommerzieller Natur sind
  • andere Forumsteilnehmer persönlich beleidigen
  • einzelne Personen oder Gruppen aufgrund von Rasse, Ethnie oder Religion herabsetzen
  • in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • verächtliche Abänderungen von Namen oder Umschreibungen von Personen enthalten
  • mehr als einen externen Link enthalten
  • einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Online-Redaktion behält sich jedoch vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Es besteht grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.