02. November 2021
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Reinhard Mohr

Ein Afghane demoliert in Thüringen eine Kirche. Die christliche Gemeinschaft und die Medien reagieren verständnisvoll. Es ist erschreckend

Kein Aufschrei, keine Lichterkette, keine mahnenden Worte des Bundespräsidenten zu Toleranz, Weltoffenheit, Vielfalt und Respekt: Es war ja nur die evangelisch-lutherische Kirche «St. Maria auf dem Berg» im thüringischen Nordhausen, die ein 25-jähriger afghanischer Flüchtling, der im Refugees-Welcome-Herbst 2015 nach Deutschland gekommen war, letzte Woche ausgeräumt hat.

Dabei ging ein mittelalterliches Kruzifix zu Bruch, eine Jesusfigur wurde amputiert, Vitrinen zersplitterten. Sorgfältig trug er einen Grossteil des kirchlichen Inventars nach draussen – offenbar in grosser innerer Ruhe, weil seine tiefe religiöse Überzeugung zugleich das Tatmotiv war.

«Jesus ist nicht der Sohn Gottes», die christliche Religion also «falsch», äusserte er gegenüber dem herbeigeilten Pfarrer, mit dem er sofort in einen intensiven Dialog über Glaubensfragen eintrat.

Das war nur konsequent, lautet der Slogan des Gotteshauses doch «Offene Kirche». Womöglich fühlte sich der afghanische Flüchtling dadurch zu seiner Aktion ermuntert.

Die örtliche Lokalzeitung überschrieb ihre Meldung denn auch verständnisvoll: «Kirche wegen religiöser Differenzen ausgeräumt.»

Bleibt zu hoffen, dass gläubige Christen nun nicht auf die Idee kommen, ihre religiösen Differenzen in der nächstgelegenen Moschee handgreiflich auszutragen.

Das wäre ein Skandal.

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6 Kommentare zu “Ein Afghane demoliert in Thüringen eine Kirche. Die christliche Gemeinschaft und die Medien reagieren verständnisvoll. Es ist erschreckend”

  • Persicus sagt:

    Konsequenz: Ein Jahr Hausverbot. Dann darf er wieder.
    Wenn es nicht so traurig wäre... Was für eine Bananenrepublik.
    Der Mann gehört ausgewiesen und zwar am nächsten Tag und dauerhaft und unwiderruflich. Das wäre der richtige Beitrag zur inneren Sicherheit in unserem Land.

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  • AntonHofnarr sagt:

    "DER ISLAM GEHÖRT NICHT ZU DEUTSCHLAND"; so die Worte des noch amtierenden Innenministers Seehofer. Leider versäumte er es, seinen Worten die erforderlichen Taten folgen zu lassen. Religionsfreiheit ja, aber nicht wie für Religionen, die fanatisch, intolerant, aggressiv und auch völlig humorbefreit agieren wie eben dieser Islam. Islam einerseits und Freiheit/Demokratie andererseits stellen m.E. total unvereinbare Begriffe dar. Kein Islam hieße ein gewaltiges Plus an innerem Frieden im Land.

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  • Ulrich J. sagt:

    Dem Tenor des Artikels der regionalen Zeitung zufolge wird es wohl keine Anzeige geben. Denn hier ist nicht der messerschwingende Verwirrte und Traumatisierte aufgetreten, dem man für zeitweilig unzurechnungsfähig erklären kann. Hier war der „friedliche“ Islam am Werke und da bleibt nur Eines: die Unterwerfung. Die offene Kirche in Nordhausen übt schon einmal.

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    • AntonHofnarr sagt:

      Man stelle sich folgendes Szenario vor: ein böser Mensch (nach Gutmenscher-Denke kann das nur ein hellhäutiger Deutscher sein) dringt in eine Moschee ein und vollbringt dort ähnliches wie der afghanische Problem-Moslem in der Kirche. Das Aufgejaule der Medien-Mafia sowie der multi-kulti-umnachteten rot-grün-links Organisationen käme nicht mehr zum Stillstand.

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  • Fischkopp sagt:

    Abschiebung und gut.

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