03. November 2021
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Roman Zeller

Ein 30-jähriger Türke rast in eine Gruppe Kinder, ein Mädchen stirbt. War es Mord? Die Medien schweigen sich aus

Wie kann jemand mit dem Auto in eine Gruppe von Kindern rasen? Wie letzten Freitag im hessischen Eschwege.

Frontal, ohne zu bremsen, mit einem tonnenschweren Fahrzeug. Mehrere Kinder werden schwer verletzt, ein Mädchen stirbt. Es ist acht Jahre alt.

Wer tut so etwas? Vorsätzlich, wenn Zeugenaussagen stimmen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen «Heimtückemordes».

Die Behörden identifizieren den Verdächtigen lediglich als «30-jährigen Autofahrer». Dankbar übernehmen es die Medien – von FAZ über Spiegel bis hin zur Zeit. Und das Staatsfernsehen sowieso.

Denn Einzelheiten würden nicht ins Bild passen.

Der Fahrer sei in einem «psychiatrischen Krankenhaus», heisst es. Psychische Probleme.

Das klingt relativierend, ja fast entschuldigend.

Nur Bild berichtet von einem «türkischen Staatsangehörigen», arbeitslos, der schon einmal seinen Führerschein abgeben musste.

Es ist wieder wie schon so oft: Nicht nur die Tat verstört, sondern auch die Berichterstattung.

Wer schreibt so etwas?

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6 Kommentare zu “Ein 30-jähriger Türke rast in eine Gruppe Kinder, ein Mädchen stirbt. War es Mord? Die Medien schweigen sich aus”

  • Joerg Sulimma sagt:

    Das Schlimme dabei ist, dass man mittlerweile sofort an einen ausländischen Täter denkt, wenn die Nationalität in den Medien nicht genannt wird. Das spaltet die Gesellschaft mehr, als wenn objektiv und ohne ideologische Scheuklappen berichtet würde...

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    • AntonHofnarr sagt:

      Äußert man diesen Verdacht, so fällt seitens der Gutmenscher fast immer der Vorwurf "Vorurteile". Das ist jedoch absolut unzutreffend, vielmehr handelt es sich hier um gesammelte Erfahrungswerte. Wer die nicht wahr haben will, ist in der Regel ein verblendeter Linksideologe, der sich den Luxus eigener Gedanken nicht zu leisten vermag und aus Bequemlichkeitsgründen einfach und kritiklos fremde Meinungen übernimmt, wie falsch die auch immer sein mögen.

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  • Der Michel sagt:

    Abwarten, wie das Gerichturteil ausfällt. Danach kennt man zwar nicht die Herkunft des Täters, aber immerhin weiß man ob "Bio" oder nicht.

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  • Remigrator sagt:

    Ich enthalte mich an dieser Stelle jeglichem persönlichen Kommentars; daher ersatzweise nur folgendes Zitat:

    „Und wenn nun die heiligen Monate abgelaufen sind, dann tötet die Ungläubigen, wo (immer) ihr sie findet, greift sie, umzingelt sie und lauert ihnen überall auf! [...]“

    Dieser als "Schwertvers" bekannte Vers, ist ein Teil des fünften Verses der 9. Sure (Surat at-Tauba) des Korans

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  • AntonHofnarr sagt:

    Meist ist es in der BRD so, daß bei Nichtnennung der Staatsangehörigkeit eines Täters diese häufig eine ausländische ist, DENN: ist der Täter ein Deutscher, dann wird in aller Regel mit einer höchst auffälligen Vehemenz darauf hingewiesen. Man muß sich also lediglich des Umkehrschlusses bedienen, um zu erkennen, woher kommt der Täter, auch wenn sich das Ergebnis dann lediglich auf deutsch, bzw. nicht-deutsch erstreckt. Mit der vielpropagierten Informationspflicht hat das allerdings wenig zu tun.

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    • Lutz Bernhardt sagt:

      Gefühlt wird es schon seit langem: Die Bundesrepublik entwickelt sich immer rasanter zu einer DDR 2.0. In der DDR 1.0 musste man immer auf die beschriebene Art "zwischen den Zeilen" lesen. Klares Beispiel dafür, das dies auch heute in Deutschland wieder unumgänglich wird.

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