27. Oktober 2021
Thomas Renggli

Drittwelt-Klima-Aktivisten erheben erpresserische Forderungen gegenüber Europa. Dabei liegt das grösste Problem in China

Im Kampf gegen den CO2-Ausstoss stellen Aktivistinnen der Bewegung Fridays for Future aus Kenia, Mexiko und den Philippinen finanzielle Forderungen in der Höhe von 100 Milliarden Franken an reiche Länder wie die USA, Grossbritannien, Deutschland oder die Schweiz.

Diese Summe sei in Aussicht gestellt worden – genüge aber nicht. Dabei handele es sich nicht um solidarische Unterstützung, sondern um die Bezahlung der Schulden der reichen Länder des Nordens an die Menschheit und den Planeten. Hoppla!

Blickt man allerdings in Richtung China, liegt der Verdacht nahe, dass sich die Aktivisten an die falschen Adressaten wenden.

Obwohl der chinesische Präsident Xi Jinping unlängst versprach, künftig auf die Finanzierung und den Bau von Kohlekraftwerken im Ausland zu verzichten, geschieht in China selber nichts. Im Gegenteil: Allein im vergangenen Jahr hatte das bevölkerungsreichste Land der Erde 38 Gigawatt neue Kapazitäten mit Kohlestrom aufgebaut.

Das ist mehr, als der gesamte Kohlekraftwerks-Park Deutschlands. China will sich durch günstige Stromerzeugung einen Kostenvorteil im globalen Wettbewerb verschaffen.

Der Endverbraucher in Deutschland reibt sich verwundert die Augen – und rät den globalen Klimaaktivisten: Schickt die 100-Milliarden-Rechnung doch bitte nach Peking!

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3 Kommentare zu “Drittwelt-Klima-Aktivisten erheben erpresserische Forderungen gegenüber Europa. Dabei liegt das grösste Problem in China”

  • AntonHofnarr sagt:

    Haben diese FFF-Fuzzies Spanien vergessen? Was durch vulkanische Aktivitäten auf La Palma an Schadstoffen ausgestoßen wird, dürfte nicht ganz unerheblich sein ... (mir ist selbstverständlich bewusst, welches Leid die Inselbewohner durchleben müssen)

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  • onckel fritz sagt:

    Aktivist im Sozialismus war einer der für lau viel zusätzliche Arbeit leistete und dafür ein Stück Blech angeheftet bekam. Ein heutiger Aktivist ist ein steuer- und NGO-finanzierter Nichtsnutz, der nichts ist, weiß und kann, als den arbeitenden Menschen mit großmäuligen Sprüchen Geld aus den Taschen zu ziehen.

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  • Stefano430 sagt:

    Die wissen auch ganz genau wo der warme Regen herkommt Und das ist ganz bestimmt nicht China.

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