22. Oktober 2021
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Urs Gehriger

Donald Trumps Megafon: Seine Feinde höhnen. Doch für Freunde der freien Rede ist «TRUTH Social» eine frohe Botschaft

Lange wurde spekuliert. Jetzt kehrt der Verdammte zurück in die sozialen Medien. Mit «TRUTH Social» baut sich Trump sein eigenes Megafon.

Wen erstaunt’s, dass bereits die Kettensägen rasseln?

«Er möchte eine Plattform schaffen, die mit Twitter oder Facebook konkurriert, aber das wird einfach nicht passieren», höhnt die BBC. «Die Plattform ist offenkundig politisiert».

Ach wirklich?

Twitter, Facebook & Co sind längst politisiert. Während sie Trump das Wort verbieten, dürfen die iranischen Mullahs antisemitische Tiraden absondern. Und die Taliban zwitschern frank und frei ihren Steinzeitislam aus dem Hindukusch.

Twitter-König Dorsey und Facebook-Baron Zuckerberg haben sich als Geburtshelfer von Präsident Biden angedient, wie das Time Magazine exemplarisch aufzeigte.

Die BBC hat Recht: Mit «TRUTH Social» kann Trump Twitter kaum übertrumpfen. Aber er schafft wieder Direktkontakt zur Basis. Diesmal zensurfrei.

Die Zeichen verdichten sich, dass Trump 2024 erneut ins Rennen steigt.

Kein Wunder, sind seine Feinde in Politik, Funk und Fernsehen nervös: «Der Hai ist für eine Weile im Meer abgetaucht, aber er wird zurückkehren und noch mehr Menschen an der Küste fressen», prophezeite Bill Maher, der schlauste aller linken Talkmaster.

Für jene hingegen, deren Herz für Pluralismus und Meinungsfreiheit schlägt. Für jene, die das Monopol von Big Tech verabscheuen – für alle sie ist Trumps «TRUTH Social» eine frohe Botschaft.

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3 Kommentare zu “Donald Trumps Megafon: Seine Feinde höhnen. Doch für Freunde der freien Rede ist «TRUTH Social» eine frohe Botschaft”

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