18. Oktober 2021
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Wolfgang Koydl

Die SPD hätte lieber mit den Linken koaliert als mit der FDP. Mecklenburg-Vorpommern und Berlin machen es vor

Es war bewundernswert, mit welchen Verrenkungen sich Olaf Scholz im Wahlkampf um eine Antwort auf die Frage drückte, ob er eine Koalition mit den Linken ausschliesse.

Die Wähler haben das Tor zu diesem Wolkenkuckucksheim zugeschlagen. Sie wollen so ein Bündnis nicht. Die Linke blieb unter fünf Prozent.

Was zwei Sozialdemokratinnen nicht daran hindert, es doch zu tun.

Manuela Schwesig, triumphal im Amt bestätigte Regierungschefin von Mecklenburg-Vorpommern, und Franziska Giffey, mit Ach und Krach gewählte Bürgermeisterin von Berlin, kungeln mit dem Rechtsnachfolger der DDR-Staatspartei.

Sie beantworten damit die Frage, der Scholz auswich: Auch im Bund wäre Rot-rot-grün Wunsch der Partei gewesen, nicht das Kompromiss-Gefeilsche mit der FDP.

Warum die SPD eine Partei in Ämter hievt, die vom Wähler abgestraft wurde und die teilweise vom Verfassungsschutz beobachtet wird, bleibt ihr Geheimnis.

Kein Geheimnis ist nun mehr, wo das Herz der SPD wirklich schlägt.

Links natürlich.

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1 Kommentar zu “Die SPD hätte lieber mit den Linken koaliert als mit der FDP. Mecklenburg-Vorpommern und Berlin machen es vor”

  • Joerg Sulimma sagt:

    Es kann nicht oft genug betont werden. Wenn die AfD in fast allen deutschen Medien immer wieder als rechtsradikal gebrandmarkt wird - was sie nicht ist - so ist auch immer wieder darauf hinzuweisen, daß Die Linke qua Programm eine linksradikale Partei ist. Die Nachfolgerin der alten SED, mit der sich nach gleicher verquaster Logik wie bei der AfD alle Zusammenarbeit der angeblich einzig demokratischen Parteien verbieten sollte. Danke, Herr Koydl!

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