14. Oktober 2021
Rolf Hürzeler

Die Rolling Stones verzichten auf den Song «Brown Sugar», um nicht ins «Black Lives Matter»-Visier zu geraten. Die harten Helden kuschen

Sie galten einst als musikalische Rabauken, als die Wilden im Rockgeschäft – die Rolling Stones. 

Wer in den Sechzigern milde aufbegehrte, trillerte Beatles-Hits. Wer es härter mochte, setzte auf die Stones. Und jetzt das – die Helden kuschen. 

Gitarrist Keith Richards kündigte an, dass die Band auf der US-Tour das Anti-Sklaverei-Lied «Brown Sugar» nicht spielen wird, weil es missverständlich sein könnte. 

Was er nicht sagte, aber wohl meinte: Der Refrain des Liedes könnte allenfalls falsch interpretiert werden: «Brown Sugar, how come you taste so good – Brown Sugar, just like a young girl should.» 

Diese Worte sind im Kontext des Songs indes offenkundig kritisch zu verstehen – die menschenverachtende Sicht eines Sklavenhändlers. 

Dennoch befürchten die Stones anscheinend, ins Visier der «Black Lives Matter»-Aktivisten zu geraten und streichen daher den Titel aus dem Programm. 

Aber halt, was sagen eigentlich Feministinnen zum Macho-Hit «I can’t get no satisfaction…?» Schon einmal daran gedacht, Mister Jagger, wenn Sie aufreizend mit den Hüften wippen? 

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1 Kommentar zu “Die Rolling Stones verzichten auf den Song «Brown Sugar», um nicht ins «Black Lives Matter»-Visier zu geraten. Die harten Helden kuschen”

  • AntonHofnarr sagt:

    Diese sogenannten Aktivisten, egal ob jetzt Klima oder dieses 'BLM' scheinen sich mehr und mehr zu internazistischen Diktaturen zu entwickeln, in der sich immer mehr Leute immer weniger zu sagen/singen trauen, aus Angst, sich vielleicht selbst daraus einen Strick zu drehen. Mit der ehemals vielzitierten "künstlerischen Freiheit" scheint es jedenfalls auch nicht mehr so weit her zu sein. Außer bei linken Böhmermännchen, wobei dessen Bösartigkeiten mit Kunst eher gar nichts zu tun haben.

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