14. Januar 2022
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Wolfgang Koydl

Die meisten Corona-Spaziergänger sind keine Rechten, sondern «normale Bürger» – sagt Thomas Haldenweg, Chef des Verfassunsschutzes

Was ist denn jetzt passiert? Gehen der Bundesregierung die treuesten Schergen von der Stange?

Der «überwiegende Teil» der Corona-Spaziergänger seien «normale Bürger» und keine Rechtsextremen.

Wer sagt denn so was? Querdenker*innen? Schwurbelnde?

Nein, es ist Thomas Haldenwang, Chef des Verfassungsschutzes, und damit Hardliner im Kampf gegen alles, was ansatzweise regierungskritisch ist.

Wie kam er zu dieser Einsicht? Sollten seine Mitarbeiter neuartige Fahndungsmethoden anwenden? Etwa eigener Augenschein bei Demonstrationen statt Presseschau?

Nicht, dass Haldenwangs Erkenntnisse etwas ändern werden. Er sprach unter Ausschluss der Öffentlichkeit, im Innenausschuss des Bundestages.

Kein Grund also, das Narrativ zu ändern: Impf- und Massnahmenzweifler sind – völlig klar – Verfassungsfeinde. Auch wenn der Verfassungsschutzchef das anders sieht.

Wo kämen wir denn hin, wenn Journalisten an einem kalten Januarabend die warme Stube verlassen und recherchieren.

Wann war das letzte Mal, dass man sich von Fakten eine gute Geschichte kaputt machen liess?

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4 Kommentare zu “Die meisten Corona-Spaziergänger sind keine Rechten, sondern «normale Bürger» – sagt Thomas Haldenweg, Chef des Verfassunsschutzes”

  • Resistencia sagt:

    Ein Land wo die Regierung mindestens so viel Angst vor Spaziergängern wie in Nordkorea hat, muss eine Diktatur sein. Unabhängig von den Verfassungsbrüchen mit denen die das zu verhindern versuchen!

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  • onckel fritz sagt:

    Thomas, Thomas! Wenn das die Mutti Merkel hört, kommt sie zurück und zieht Dir die Hosen stramm! Denk an den Hans-Georg, der in Chemnitz keine Jagd auf Ausländer sehen wollte und der Mutti auch noch offen widersprochen hat! Nimm Dir ein Beispiel am Stefan, der in Karlsruhe so schöne Urteile schreibt, wie sie der Mutti gefallen!

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  • Joerg Sulimma sagt:

    Nun, nach dem Selbstverständnis unserer Regierenden würde ich sagen: Herr Haldenwang muß gehen! Als Nachfolger*in schlage ich jemanden vor, der die Verfassung nicht mehr juristisch interpretiert - das ist megaout, wie wir jetzt wissen. Man sollte sie mehr poetisch auslegen, Frau Göring-Eckhardt hat für den Bundestag ja schon eine entsprechende Stelle vorgeschlagen. Vielleicht ließe sich das beim Verfassungsschutz auch installieren. Arbeitslose Germanisten und Philosophen gibt es genug...

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  • Resistencia sagt:

    Der letzte Chef des Verfassungsschutzes der sein Amt ernst nahm wurde ausgetauscht. Demokratie ist schließlich das was die linke herrschende Kaste sagt und alles andere ist dessen feindlich. Für dieses Ziel wird mit polizeilicher Härte gegen spazierende Rentner und Familien vorgegangen. Die staatliche Auftragsjustiz liefert die Blitzurteile gegen derartige "Demokratiefeinde. Grundgesetz und Justizunabhängigkeit sind nur noch Etikettenschwindel wie einst in der DDR.

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