11. Oktober 2021
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Wolfgang Koydl

EU-Chefin von der Leyen sendet Willkommens-Signale: Wer die Grenzen schützt, handelt illegal

Jeder tut es. Kroatien, Griechenland, Rumänien, Polen oder Spanien.

Jedes Land tut es, dessen Grenzen von hunderten jungen Männern überrannt werden. Man drängt sie dorthin zurück, wo sie hergekommen sind.

Pushback nennt sich diese Methode. Es gibt sie, seit es Grenzen gibt.

Jeder tut es, aber sie kapiert es nicht: Ganz pikierte Gouvernante, rügte EU-Chefin Ursula von der Leyen den Selbstschutz als illegal: Jeder Ankömmling habe das Recht auf individuelle Prüfung.

So entspannt kann man das in ihrem Brüsseler Büro sehen, aber nicht an den Grenzen der Union.

Dort handeln die Regierungen im Auftrag ihrer Bürger. Denen brennt die Migration mehr unter den Nägeln als Pandemie und Klima zusammen. Man müsste sie nur fragen.

Tut man aber nicht. Das Thema ist tabu.

Stattdessen giesst die EU Öl ins Feuer, indem sie erneut die Umsiedlung von Afghanen diskutiert.

Hier totschweigen, dort Willkommens-Signale – das kann nicht gut gehen. Früher oder später werden erzürnte Bürger vor von der Leyens Büro stehen.

Mal sehen, was sie dann von Pushbacks hält.

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2 Kommentare zu “EU-Chefin von der Leyen sendet Willkommens-Signale: Wer die Grenzen schützt, handelt illegal”

  • AntonHofnarr sagt:

    UvdL, eines der besten Beispiele gegen eine Frauenquote. Füllte sie bereits das Amt eines Verteidigungsministers katastrophalst aus, so konnte sie bislang in ihrer jetzigen Eigenschaft als EU-Präsidentin nicht unter Beweis stellen, daß irgendwelche besonderen Talente in Ihr schlummern. Stets gut abgeschirmt, kommen natürlich kriminelle Asyleindringlinge nicht an sie heran, heißt, die Probleme und Ängste der vielen kleinen, ehrlichen Menschen kann sie nicht nachvollziehen.

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  • Manuela1973 sagt:

    Laut dem Schengener Abkommen dürfen die Aussengrenzen nur an offiziellen Grenzstationen überschritten werden. Sich im Dutzendpack durch Dickicht oder Flüsse zu schlagen, zählt dazu nicht.
    Die Abwehr solcher offensichtlich organisierter illegaler Grenzübertritte, notfalls auch mit Gewalt, hat nichts mit Asylrecht zu tun sondern einfach damit, dass es ein Verstoss gegen Schengen und die einschlägigen Grenzregulatorien ist.

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